Verwaltungsgerichtshof kassiert Urteil

Doch Wohnungen statt Büros an "Feierbanane"?

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Wohnen oder Büros? Um dieses Haus an der Ottostraße dreht sich der Streit.

München - Das Verwaltungsgericht hat sich in einem Haus an der Ottostraße, ganz nah an der "Feierbanane", für Büros und gegen Wohnungen entschieden. Jetzt kassiert der Verwaltungsgerichtshof das Urteil.

Darf man an der "Feierbanane" Wohnungen ausweisen? Oder sollen dort Büros hin, weil es zum Leben wegen der Discos zu laut ist? Das Verwaltungsgericht entschied sich für Büros und gegen Wohnungen (tz berichtete). Jetzt kassiert der Verwaltungsgerichtshof das Urteil. Wohnen könnte also wieder zulässig werden.

OB Dieter Reiter (SPD) freut sich: "Jetzt werden die Karten wieder neu gemischt. Mein oberstes Ziel ist bezahlbarer Wohnraum – auch in der Innenstadt."

Eine Eigentümerin wollte fünf Wohnungen in ihrem Haus in der Ottostraße lieber gewerblich vermieten. Angeblich seien die Räume wegen der Nähe zur Party-Meile am Maximiliansplatz eine Straße weiter nicht als Wohnungen zu vergeben – zumindest nicht zu angemessenen Preisen. Die Bewohner seien wegen des Lärms ausgezogen.

Die Stadt verweigerte aber die Genehmigung. Die Eigentümerin klagte – und bekam Recht. In der nächsten Instanz hoben die Richter das Urteil auf, teilt die Stadt mit. Das Verwaltungsgericht habe sich nicht selbst von der Lage überzeugt, sondern sei "ins Blaue hinein" davon ausgegangen, dass die Lärm-Berichte auch auf dieses Haus zutreffen. Und selbst wenn, könne es zulässig sein, dass ein Vermieter nur Preise deutlich unter der Vergleichsmiete erzielt.

dac

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