P1-Terrasse: Ein Wohnzimmer im Freien

München - Am Tag, als der Regen kam, hatte das P1 sein Coming out. Der Nachtclub hat die Eröffnung seiner neuen Terrasse, ganz nach dem Anspruch, „besser, schöner, teurer“ genannt. Sehen Sie selbst.

Alles, nur nicht größer – was allerdings kaum jemand merkte, sodass Architekt ­Stefan Mauritz nicht müde wurde, zu versichern, dass das Ziel seiner Arbeit war, eine Wohnzimmer-Atmosphäre im Freien zu schaffen.

Die Terasse im P1: Wohnzimmer im Freien

Die Terrasse im P1: Wohnzimmer im Freien

Mauritz hatte vergangenes Jahr bereits das P1 innen umgebaut, „jetzt haben wir den Club logisch nach außen erweitert“. Wohl dem, der 400 000 Euro dafür zur Verfügung hat, um 600 Quadratmeter aufs Feinste zu pimpen, vorzugsweise mit Natur-Materialien: Granitboden, dicke Ledercouches, in Stein gefasste Feuerstelle und Tische aus Massivholz, das im benachbarten Englischen Garten geschlagen wurde.

Ein Drittel der Kosten verschlangen die Tulpen-Schirme, die das junge Feiervolk künftig vor jenem Ungemach schützen soll, das zur Eröffnung über sie kam: Platzregen. Dass dies beim Opening nicht ganz klappte, lag daran, dass die präsenten weißen Schirme nur ein Provisorium waren. In vier Wochen soll das ganze Freigelände unter nahtlos ineinander übergehenden, P1-schwarzen Tulpen verschwinden.

DJ-Superstar Joachim Garraud, der aus Paris eingeflogen war, war beeindruckt. „Was die hier gebaut haben ist erste Klasse!“ Der Mann hat Vergleichsmöglichkeiten: Von Donnerstag bis Samstag tourt er Woche für Woche durch die besten Clubs der Welt. Erst legte er in Monaco auf, dann in St. Tropez, zuvor hatte er 87 000 Raver beim Open-Air-Festival in Coachella (Kalifornien) beschallt. „In Coachella musste ich eher Stadion-Musik machen, das Publikum ist bis zu hundert Meter weit entfernt. In Clubs wie hier ist das intimer, fast schon privat, als würdest du für Freunde auflegen.“ Der DJ, der sich eher als Musiker versteht, übernahm gegen Mitternacht die Turntables von P1-Resident ­Petko, verteilte Masken an die verdutzten Einser-Gäste und machte mal richtig Party.

Das ist das P1 in München

Das ist das P1 in München

Unter den Gästen neben Lothar Matthäus und Lenbach-Wirt Peter Schmuck war auch Schönheits-Chirurg Professor Doktor Doktor habil. Werner L. Mang, der primär aus familiären Gründen kam: Seine Tochter ist mit Architekt Mauritz liiert. ­Erleichterung herrschte bei P1-Geschäftsführer Radoslav ­Pavlov: „Ich will nach zwei Jahren Baustelle erst mal keine Grundrisse mehr sehen, keine Kosten mehr kalkulieren und auch keine Baubesprechungen mehr führen, sondern das machen, worin unsere Kompetenz liegt: Party!“ Wenn es nach seinem Gesellschafter Franz Rauch geht, fehlt aber noch ein Detail: „Der Pizza-Ofen draußen, der geht mir noch ab.“ Ob er Abhilfe schaffen will, womöglich mit P1-Pizza-Legende Ugo Crocamo? „Schau mer mal.“

Thomas Oßwald

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