An Münchner Waldorfschule

Pädagoge (57) soll Buben missbraucht haben

München - Der Fall ist ebenso schockierend wie widerwärtig, und er wirft viele Fragen auf. Es geht um schweren sexuellen Missbrauch, begangen von einem 57-jährigen Pädagogen. Seine Opfer sind Buben einer Waldorfschule.

Der Mann sitzt nach einem Bericht des Bayerischen Rundfunks (BR) inzwischen in U-Haft, die Waldorfschule in der Münchner Leopoldstraße hat ihn gefeuert. Zu den ungeheuerlichen Vorwürfen schweigt er sich bislang aus.

Begonnen haben die Übergriffe nach Darstellung des BR bereits im Sommer vergangenen Jahres. Der heute 57-Jährige soll mindestens zwei, wahrscheinlich aber deutlich mehr Buben zu sich nach Hause in einen kleinen Weiler im südlichen Landkreis Landsberg eingeladen haben. Die erstgenannten zwei Buben waren da gerade einmal zehn und elf Jahre alt: Junge Menschen, die der Obhut des Pädagogen anvertraut waren.

Wie er seine Schüler dorthin locken konnte, ob vielleicht von einem Zeltlager oder einer Freizeit die Rede war, ist noch nicht bekannt. Tatsache aber ist, dass die Buben bei dem Pädagogen auch übernachtet haben. Wobei in diesem Zusammenhang ebenfalls unklar ist, ob und wenn ja warum die Eltern damit einverstanden waren.

Als der 57-Jährige die Kinder zu Hause in seiner Gewalt hatte, verging er sich an ihnen den Angaben zufolge massiv. Wie oft und wieviele Buben exakt betroffen waren, muss noch geklärt werden.

Die Ermittlungen gegen den Mann kamen jedenfalls ins Rollen, als sich einer der beiden kleinen Buben seinen Eltern anvertraute. Als auch der andere das gleiche berichtete, standen Beamte der Kripo vor der Tür des Pädagogen. Der hatte offenbar nicht damit gerechnet, aufzufliegen, weil er sehr überrascht war. Er wurde zur Vernehmung nach Fürstenfeldbruck gebracht, doch schwieg er sich dort beharrlich aus.

Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks erging am 1. Oktober Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Kinderschänder; er wurde in die Augsburger Justizvollzugsanstalt in U-Haft gebracht.

Die Ermittlungen der Kripo gehen derweil weiter; die Augsburger Staatsanwaltschaft schließt offenbar nicht aus, dass der Fall noch weitere Kreise zieht.

mdu

Rubriklistenbild: © dapd (Symbolfoto)

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