Türsteher plaudert aus dem Nähkästchen

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Norbert Schmitz

München - Schon vor 33 Jahren stand Norbert Schmitz als Türsteher vor dem Anwesen an der Rumfordstraße 2. Jetzt spricht er über seine Rückkehr als Paradiso-Türsteher - und erzählt Anekdoten von früher.

Sie sind die wahren Helden des Nachtlebens: die Barkeeper und –ladys, DJs und VJs, Türsteher, Spüler und Runter-Spüler, denn ohne sie gäbe es keine entspannte Feier.

Wir stellen die Helferlein für die perfekte Party der Münchner Szene-Locations jeden Mittwoch in dieser Kolumne vor. Heute: Norbert Schmitz, der nach 33 Jahren wieder an die Türe des Anwesens Rumfordstraße 2 zurück kehrte.

Wie kam’s, dass du jetzt im Paradiso an der Türe stehst? 

Norbert Schmitz: Bei einer Besprechung mit Jürgen Mair (Besitzer der Paradiso Tanzbar, Anm. d. Red.) wegen einer erneuten Blub-Club-Kooperation kam auch das Thema Türe zur Sprache. Jürgen fragte, ob ich jemand wüsste. Nach einjähriger Pause wollte ich sowieso wieder nachtaktiv werden, also bot ich ihm meine Dienste an und er hat sofort zugesagt.

An der gleichen Adresse war einst das Mrs. Hendersen. 1978 gab dort ein gewisser Norbert Schmitz sein Türsteherdebüt. Wie war das?

Schmitz: Ja, genau an dieser Türe wurde mir an meinem 18. Geburtstag mein erster Job angeboten. Man war auf der Suche nach formbarem Türsteher-Frischfleisch und fand, dank meinem schrägen Outfit, Gefallen an mir.

Wie war das mit Freddy Mercury? War er wirklich Stammgast im Hendersen? Und wurde dort wirklich das Video zu „Living on my own“ gedreht?

Schmitz: Ja er war sehr oft da. Als das Video gedreht wurde, war ich schon im P1 an der Tür. Ich kann mich noch sehr gut an die Aufregung im schwulen Freundeskreis erinnern, wegen der Kostüme, Frisuren und der Make-up-Wahl: Jeder sollte ja so ausgeflippt, wie nur möglich erscheinen. Und es gab nur eine einzige Vorgabe: schwarz-weiß.

Was fasziniert dich an deinem Job?

Schmitz: Vieles. Neue, interessante Leute kennenzulernen, alte Bekannte wiederzusehen. Zu sehen, wie sich der Laden füllt, die Stimmung steigt, sich Menschen kennenlernen und glücklich nach Hause oder sonst wohin gehen. Klingt vielleicht kitschig, ist aber so.

Du hast in München an den besten Adressen gearbeitet, P1, Pacha, Parkcafé, In London, schließt sich da ein Kreis für dich?

Schmitz: Der Kreis schließt sich erst, wenn ich in Rente gehe.

Thomas Oßwald

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