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Nach brutalem Mord: Auswanderer aus Bayern und Tochter (14) in Südamerika beerdigt - Mörder auf der Flucht

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Von: Lukas Schierlinger

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Bernhard von Bredow war ein renommierter deutscher Archäologe.
Bernhard von Bredow war ein renommierter deutscher Archäologe. (Archivbild) © United Archives/IMAGO

Ein renommierter Archäologe aus Bayern und seine 14-jährige Tochter sind in Paraguay getötet worden. Die Ermittlungen laufen.

Bernard von Bredow ermordet: Beerdigung stattgefunden - Ermittlungen laufen

Update vom 3. November, 9.01 Uhr: Nach dem schrecklichen Mord am renommierten Archäologen Bernard von Bredow und seiner Tochter in Paraguay wurde jetzt die Beerdigung abgehalten. Ein schlichtes Grad, bestehend aus einer Steinplatte auf roter Erde, sollen die Deutschenbei Aregua (Paraguay) bestattet worden sein, so die Bild.

Die Täter sind auf der Flucht, eine Mordkomission ermittelt.

Update 2. November, 20:07 Uhr: Alte, verschwommene Aufnahmen von Bernard von Bredow zeigen einen jungen Mann, der durch Schlick stapft, mit der Hoffnung, im Gerhartsreiter Graben bei Siegsdorf Gold zu finden. Stattdessen entdeckt er als 16-Jähriger in der Schlucht mit einem Freund den Knochen eines Mammuts. Den Fund, über 40 000 Jahre alt, hält er zehn Jahre geheim, doch dann kommt über eine undichte Stelle alles heraus. Ein ganzes Skelett wird geborgen, es veränderte das Leben von Bredows für immer und machte ihn zu einem weltweit anerkannten Mammut-Experten.

Nun ist der 62-Jährige tot, er wurde in Paraguay in der Stadt Areguá von Räubern erschossen. Die noch Unbekannten brachten auch seine 15-jährige Tochter Loreena um, die mit ihm in seiner zweiten Heimat lebte. Der Vater, so kam es nach der Obduktion heraus, war vorher gequält worden. Gerichtsmediziner Héctor Meza sagt dazu: „Dem Mann wurde ins Genick geschossen. Es gibt Anzeichen dafür, dass er zuvor gefoltert wurde, weil er Verletzungen im Gesicht und Prellungen hatte.“ Der Mord sei wie eine Hinrichtung gewesen. Von Bredows Tochter wurde tot in einer vollen Badewanne entdeckt, ihr war in den Bauch geschossen worden, sie dürfte verblutet sein.

Bernard von Bredows sensationeller Fund, den er Oscar nannte, ist in Siegsdorf zu sehen

Bernard von Bredows sensationeller Fund, den er Oscar nannte, ist im Siegsdorfer Naturkunde- und Mammutmuseum im Landkreis Traunstein zu bewundern. Zwei Kilometer Luftlinie vom Naturkundemuseum entfernt betrieb er im „Mammutheum“ eine eigene Ausstellung. Hier wurden unter anderem 14 000 Jahre alte Skelette aus der sibirischen Tundra gezeigt, Höhlenbär und -löwe. Besucher ließen sich vom Steinzeitleben faszinieren, belegten Seminare.

Dieses Mammutheum wirkte am Dienstag verwaist. Nachbarn berichten von wenig Kontakt zu von Bredow, er sei freundlich gewesen, aber irgendwie auch in seiner eigenen Welt. Diese Welt war nicht nur bestimmt von Urzeiten, von Bredow machte Musik, schrieb Lieder, war handwerklich begabt und geschickt, baute Gitarren und Geigen. Und sein Fachwissen über die Steinzeit war gefragt, etwa von Hollywood für die Produktion des Films „10 000 B.C.“ von Regisseur Roland Emmerich. Für den Blockbuster erstellte er Modelle, was ihn später wegen mangelnder wissenschaftlicher Exaktheit der „Macher“ reute.

Vor vier Jahren war Bernard von Bredow mit seiner Tochter nach Paraguay ausgewandert

Vor vier Jahren war Bernard von Bredow mit seiner Tochter nach Paraguay ausgewandert, in Areguá an der Grenze zu Argentinien bezog er mit dem Teenager ein Haus, in dem noch gewerkelt wurde. Hier widmete er sich dem Geigenbau und der Geigenreparatur, seiner Passion. Bekannte teilten den Ermittlern mit, dass von Bredow nicht viel Geld hatte, dennoch dachten die Mörder, dass hier Reichtum herrschte. Kommissar Hugo Grance, Leiter der Mordkommission, erklärte, dass „in der Regel ausländische Staatsbürger größere Geldbeträge besitzen“.

Am Tatort wirkte es so, als hätten die Killer alles durchsucht, es herrschte völlige Unordnung. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass mehr als zwei Täter infrage kommen. Offenbar hatten diese den bereits verletzten Bernard von Bredow auf der Suche nach Wertsachen durchs Haus getrieben, darauf deuten Blutflecken hin. Um die beiden Opfer trauern nahe Verwandte, die noch im Chiemgau leben.

Update 2. November, 13.09 Uhr: Auch deutsche Behörden beschäftigt das grausame Ableben des renommierten Forschers Bernard von Bredow und dessen 14-jähriger Tochter (siehe Ursprungsmeldung). Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte heute den Tod zweier Deutscher, ohne weitere Details zu nennen. Der Vorfall habe sich bereits am 22. Oktober ereignet, die örtliche Botschaft habe den Fall konsularisch betreut.

In Paraguay: Forscher aus Bayern und 14-jährige Tochter brutal ermordet

Ursprungsmeldung:

Asunción/München - Furchtbares Ende eines Auswanderertraums: Der bekannte Archäologe Bernard von Bredow und seine 14-jährige Tochter sind in Paraguay getötet worden. Lokalen Medien zufolge gehen Ermittler derzeit von einem Raubmord aus, nachdem der Tatort durchwühlt worden sei.

Von Bredow war mit seiner Tochter vor vier Jahren in das südamerikanische Land ausgewandert. Ihr Tod sorgt für große Bestürzung. „Niemand kann sich das erklären. Bernard hatte keine Feinde in Paraguay. Er wurde bewundert, weil er so gebildet war“, erklärte ein Freund der Familie gegenüber Bild.

Seine erste große Entdeckung hatte der Forscher aus Siegsdorf (Landkreis Traunstein) im Jahr 1975 verzeichnet, als er nicht weit von seinem Elternhaus auf Überreste eines Mammuts gestoßen war. Es folgte eine langjährige und erfolgreiche Karriere als Archäologe, die von Bredow auch immer wieder nach München geführt hatte.

Schon über die Jahre seiner Kindheit „hatte er (von Bredow, d.Red) die Möglichkeit, immer wieder die weiten Gänge und Wunder des Deutschen Museums München, seine Bibliothek und das nahe gelegene Patentamt kennenzulernen“, ist etwa der Homepage des „Mammutheums“ (Steinzeitpark in Siegsdorf, den von Bredow selbst gegründet hatte) zu entnehmen.

Archäologe Bernard von Bredow und Tochter sterben in Paraguay: „Verwandter kam ins Haus und fand sie“

Die kolportierten Details zum Ableben von Vater und Tochter sind grässlich. Bevor der Tod eintrat, sei das Duo brutal gefoltert worden, heißt es in verschiedenen Medienberichten. „Ein Verwandter kam ins Haus und fand sie“, wird ein Polizeioffizier von der paraguayischen Zeitung La Nacion zitiert. Beide seien durch die selbe Schusswaffe zu Tode gekommen, präzisierte ein Gerichtsmediziner.

„Wir sind am Boden zerstört“, sagt der Freund der Familie gegenüber Bild. Bernard war ein Genie. Er konnte Laster bauen und Violinen bauen. Diesen Tod hat er nicht verdient.“ (lks)

Für Aufsehen sorgte im Jahr 2021 auch der Fall eines zwischenzeitlich vermissten Münchners. Nach einem schamanischen Ritual verschwand er im kolumbianischen Dschungel.

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