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Pardon Ms Arden: Nachspeise als Highlight

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Da waren sie noch zu dritt: Pardon Ms Arden

München - Als deutsche „Antwort auf die britische Invasion“ betitelte das Rolling Stone-Magazin 2009 die Band Pardon Ms Arden. Sie galten und gelten als Hoffnungsträger der Münchner Indie-Szene. Am Samstag traten sie im Atomic Cafe zu einem verheißungsvollen Heimspiel an.

Alles war vorbereitet, der Tisch war gedeckt, doch so richtig wollte das Menü dann irgendwie nicht schmecken. Die Vorspeise war eher nur schwer genießbar. Danach wurden die Ardens langsam warm, man merkte das rein handwerklich gesehen eine Menge Potenzial in ihnen steckt. Die Hoffnung und die Vorfreude auf die Hauptspeise kehrte zurück.

Allerdings störte Sänger und Bassist Dominik Sauter das lockere Beisammensein schon zu Beginn des öfteren mit diversen Aufrufen, eine Platte der Band zu kaufen. Auch der erhellende Einwurf, er trage unter seiner schwarzen Lederjacke ein Muskelshirt, das aber keiner sehen wolle, interessierte irgendwie doch nur am Rande. So gesehen haperte es ein wenig an der Interaktion mit dem Publikum, nach gut 45 Minuten forderte Sauter dann schon fast verzweifelt: „Jetzt bewegt endlich eure Ärsche.“ Cooler, britischer Indie-Style sieht anders aus.

Doch es gab auch Positives zu berichten, und zwar von Schlagzeuger Alexander Föllmer. Der überraschte früh mit einer kleinen Soloeinlage und spielte sich danach peu à peu in den Vordergrund, auch wenn er in hinterster Reihe Platz nehmen musste. Spätestens bei ihrer Hit-Single Disco Queen schwitzte Föllmer und genierte sich im Gegensatz zu Sauter nicht, sich im dunkelblauen Muskelshirt zu präsentieren – wirklich eine Freude ihn zu sehen und zu hören. Auch bei Any other place wippte jeder mit, selbst wenn er nicht gewollt hätte. Der Hauptgang war also soweit ansprechend.

Zur Nachspeise gab's etwas vom Franz auf die Ohren. Bisher tourten die Ardens als Indiepoptrio durch die große Welt, jetzt macht der Franz an den Keys sie zum Quartett und überzeugte vor allem bei der bittersüßen Zugabe Letter to Lilly und beim energiegeladenen Eurodancehymnen-Cover What is love von Haddaway. Man muss festhalten: Die Vorspeise war nix, der Hauptgang ganz ok, das Highlight war die Nachspeise.

Mathias Müller

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