Wiedervereinigung des Englischen Gartens

Ist der Parktunnel eine Gefahr für die Wirte?

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Seit fünf Jahren tritt das Architektenehepaar Grub-Lejeune für den Tunnel ein, der den Englischen Garten wiedervereinigen könnte. Die Grünen bemängeln nun, dass immer noch nicht klar sei, wie die Gaststätten Seehaus und Hirschau angeschlossen werden.

München - Der Tunnel unter dem Englischen Garten steht Mitte November auf der Agenda des Stadtrats. Doch die Grünen schlagen Alarm: Die Zufahrt zu den Gaststätten Hirschau und Seehaus sei immer noch nicht geklärt.

Mitte November beschäftigt sich der Stadtrat mit dem „Parktunnel“, der den Englischen Garten wiedervereinigen könnte. Doch die Rathaus-Grünen schlagen Alarm: Es sei noch immer nicht geklärt, wie die Zufahrt zu den Gaststätten Seehaus und Hirschau funktionieren soll … 

Nach den Plänen des Architekten-Ehepaars Grub-Lejeune, das seit fünf Jahren für den Tunnel wirbt, sollten die Gaststätten über den Tucherpark angeschlossen werden. „Doch dort hätte sich die Stadt mit der Hypo-Bank einig werden müssen, der Grundstücke dort gehören“, so Hermann Grub. „Das ist von der Stadt wohl nicht gewünscht.“ Nun werde an anderen Lösung gearbeitet. „Die Details kenne auch ich bisher nicht.“ 

Alternative Planungsmöglichkeiten würden derzeit geprüft, hieß es am Dienstag vom Referat für Stadtplanung und Bauordnung auf tz-Anfrage. Bei einer Erschließung an einer anderen Stelle könnte es nötig sein, dass weitere Bäume gefällt werden, so die Grünen. Stadtrat Herbert Danner: „Das muss geklärt werden, bevor irgendwelche Entscheidungen getroffen werden.“ 

Nach Erkenntnis der Grünen habe das Seehaus außerdem noch für Jahrzehnte das vertraglich zugesicherte Recht auf Nutzung des Parkplatzes in Seenähe. 

Und was sagen die Wirte? Sebastian Kuffler (40) vom Seehaus ist es wichtig, dass seine Gaststätte und die Hirschau eine nahegelegene Zufahrt bekommen. „Sonst würde mir das Ganze schon Sorge bereiten.“ 

An sich unterstützt Kuffler das Tunnelprojekt jedoch. „Momentan haben wir hier eine riesige Staufalle - da könnte ein Tunnel endlich Abhilfe schaffen.“

Ähnlich sieht es bei Hirschau-Wirt Wiggerl Hagn (75) aus. Der Tunnel sei gut für den Englischen Garten, so Hagn. Ihm macht die Anbindung seiner Gaststätte keine Sorgen. „In der Hirschau wohnen ja auch Menschen, deswegen muss es letztendlich irgendeine Zufahrt zu uns geben“, sagte er gegenüber der tz. 

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