Streit schwelt weiter

Ist der Tunnel noch zu retten?

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Streitobjekt: Über den Ausbau des Tunnels unter dem Englischen Garten sind sich die Parteien noch nicht einig.

München - Was wird aus dem Tunnel unter dem Englischen Garten? Die Parteien streiten noch immer über die Finanzierung des Projekts. Jetzt meldet sich auch der Initiator zu Wort.

Der Streit um den Tunnel am Englischen Garten geht weiter. Auch der Initiator des Projekts, Hermann Grub, macht die Stadt dafür verantwortlich, dass der Freistaat Bayern die Röhre nicht mitfinanzieren will. Diesen Vorwurf hatte auch Münchens CSU-Chef Ludwig Spaenle gegen OB Dieter Reiter (SPD) erhoben.

Für eine staatliche Mitfinanzierung des Tunnels hätte die Stadt vor allem mit der Verbesserung des Verkehrsflusses argumentieren müssen. Die Röhre soll nämlich sechs Spuren haben, derzeit sind es dort vier. Eine provisorische Spur ist Richtung Westen in Planung, dabei kommt es in beiden Fahrtrichtungen zu Staus. OB Dieter Reiter soll den Tunnel aber als erstes mit der Verbesserung der landschaftlichen Situation begründet haben. Grub sieht den Fehler ebenfalls bei der Stadt: „Auch wir sind der Meinung, dass die Förderanfrage der Landeshauptstadt an den Freistaat, so wie sie formuliert wurde, wenig Aussicht auf Erfolg hatte.“

Grub zitiert aus einer Antwort auf eine Landtags-Anfrage: „Eine Tunnellösung im Englischen Garten ist aus Mitteln der Kommunal-Straßen-Förderung förderfähig, wenn die Landeshauptstadt als Baulastträger eines solchen Projekts nachweisen kann, dass diese Lösung wirtschaftlich und für eine Verbesserung der Verkehrs-Verhältnisse dringend notwendig ist.“ Grub zufolge sei das Thema nicht erledigt: „Die Stadt kann jederzeit einen neuen Antrag stellen.“

J. Welte

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