Partielle Sonnenfinsternis über München

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Am Freitag verdeckt der Mond acht Prozent der Sonnenscheibe.

München - Ihre Mittagspause verlegen Sie am Freitag am besten um eine Stunde nach vorne und suchen sich ein schönes Plätzchen unter freiem Himmel.

Denn am Vormittag wartet ein seltenes Naturschauspiel auf uns: Sonnenfinsternis über München!

Pünktlich um 10.53 Uhr geht’s los: Der dunkle Neumond schiebt sich vor die Sonne und wandert langsam immer weiter nach unten. Um 11.35 Uhr geht die Sonnenfinsternis dann in ihre maximale Phase: Der Mond verdeckt acht Prozent der Sonnenscheibe.

Zugegeben, wirklich spektakulär klingt das nicht. Ist aber trotzdem ein spannendes Ereignis: „Himmelsgucker können die Sonne dann als eingedellte Scheibe am Himmel beobachten – sie wird wie ein angebissener Keks aussehen“, erklärt Peter Stättmayer, der Leiter der Volkssternwarte München.

Eine Sonnenfinsternis gibt es nur bei Neumond: In dieser Phase steht der Mond zwischen der Erde und der Sonne. „Aufgrund der Schiefe der Mondbahn geschieht das zweimal im Jahr“, sagt Stättmayer. Der Lauf des Mondes kreuzt sich mit dem der Sonne – bei einem bestimmten Winkel wird der Schatten des Mondes auf der Erde als Finsternis wahrgenommen.

Die totale Sonnenfinsternis, bei der der Mond die Sonne vollständig bedeckt (wie wir es in München am 11. August 1999 erlebten), kann man morgen nur auf einem schmalen Streifen in Nordkanada, Grönland, Sibirien und Westchina sehen. Trotzdem sollten Sie das seltene Ereignis auch bei uns nicht verpassen. Was Sie brauchen: Freie Sicht auf die Sonne – und eine spezielle Finsternisbrille. Ohne die kann das Naturschauspiel böse enden: „Schauen Sie auf keinen Fall ohne Spezialbrille in die Sonne – das kann zu schweren Augenschäden und im schlimmsten Fall sogar zur Erblindung führen!“ warnt Peter Stättmayer. Auch dunkle Sonnenbrillen oder herkömmliche Ferngläser bieten keinen Schutz, weil sie nicht mit professionellen Sonnenfiltern ausgerüstet sind.

Die Spezialbrillen gibt’s für zwei Euro bei der Volkssternwarte München, morgen können die Besucher hier die partielle Sonnenfinsternis außerdem durch spezielle Fernrohre beobachten.

Und offenbar gönnt uns der Wettergott diese himmlische Show. Meteorologe Karsten Brandt vom Wetterportal donnerwetter.de: „Zwischen 11 und 11.30 Uhr sind zwar einige Quellwolken am Himmel, trotzdem haben wir relativ freien Blick auf die Sonne.“

Christina Schmelzer

Hier sehen Sie das Spektakel:

Die Volkssternwarte (Rosenheimer Straße 145h) hat am Freitag von 10 bis 12.30 Uhr geöffnet: Nach einem Einführungsvortrag können die Besucher auf der Beobachtungsplattform den Finsternisverlauf durch mit speziellen Filtern bestückte Fernrohre verfolgen. Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Zu den Abendveranstaltungen um 21 Uhr sind in der Volkssternwarte auch die Finsternisbrillen (2 Euro) erhältlich. Mehr Informationen im Internet unter www.sternwarte-muenchen.de oder telefonisch unter 089/ 40 62 39.

Quelle: tz

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