Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

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Pasing Arcaden: Der Tag nach dem Monsun

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Die meisten Einzelhändler können schon wieder lachen. Ihre Läden sind fast trocken und die Kundschaft ist wieder unterwegs.

München - Am Freitag lachte für kurze Zeit schon wieder die Sonne über den Pasing Arcaden. Doch der Schaden ist groß. Es handelt sich um "einige Hunderttausdend Euro".

Und auch im Inneren des Einkaufszentrums war von den Wassermassen, die am Donnerstag den Betrieb im Untergeschoss lahmgelegt hatten, nicht mehr viel zu sehen. Wo es tags zuvor noch hieß „Land unter“, stöberten schon wieder die Kunden in den Läden.

„Wir haben die Nacht durchgearbeitet. Jetzt ist der Großteil der Verkaufsfläche trocken“, erklärt Olaf Deistler vom Arcaden-Management. Einzelhändler und Berufsfeuerwehr haben ganze Arbeit geleistet. Dennoch ist der Schaden für die Arcaden groß: „Einige Hunderttausend Euro – wenn nicht mehr“, schätzt ­Deistler.

Beim Schuhgeschäft Bartu wurde vor allem die Ladeneinrichtung in Mitleidenschaft gezogen. „Die Holzregale müssen wohl raus“, glaubt Filialleiter Thorben Lösch. Er ist froh, dass er am Freitag wieder aufsperren konnte: „Wir hatten Glück, nur wenig Ware stand direkt am Boden.“ Die gibt es bei Bartu nun zum Sonderpreis: minus 20 Prozent.

Hochwasser in München - Chaos in den Pasing Arcaden

Hochwasser in München - Chaos in den Pasing Arcaden

Solche Angebote kann die Papeterie Pasing nicht machen. In mehr als 30 Müll­säcken entsorgten die Mitarbeiter des Schreibwarenladens Postkarten, Blöcke und Stifte. „In den unteren Fächern war nichts mehr zu retten“, erklärt die stellvertretende Geschäftsführerin Heidi Hatzinger. Barfuß schöpfte das Personal studenlang das Wasser aus dem Laden. „Aber uns war schnell klar, dass wir am nächsten Tag öffnen wollen, egal wie“, so Hatzinger. Jetzt steht ein Trocknungsgerät im Laden. Die Kunden stört das nicht. In der Papeterie wird bereits wieder eingekauft.

Nur Aldi-Kunden standen am Freitag vor verschlossenen Türen. Den Discounter hat es besonders schlimm erwischt. Das Regenwasser spülte sogar die Ware aus den Regalen, als es von der überschwemmten Unterführung in der ­Offenbachstraße ins Einkaufszentrum schwappte.

Die Betreiber ließen die Fenster mit Folie abkleben. Wer durch die Lücken blickte, dem bot sich immer noch ein Bild der Verwüstung. Das Wasser war zwar größtenteils verschwunden, aber das Chaos konnte an nur einem Tag nicht beseitigt werden. Wann der Aldi wieder öffnet, ist noch ungewiss. Die Leitung der Arcaden muss nun mit der Stadt die Ursachen für die Überschwemmung klären. Die Mitarbeiter der Geschäfte im Untergeschoss sollen nicht noch mal knöcheltief im Wasser stehen.

Beate Winterer

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