Pasing am Tag nach der Flut

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Das Foto ist am Tag nach der Flut in Pasing entstanden und zeigt die Stelle, wo das Rohr brach

München - 24 Stunden lang haben Feuerwehr, Hausmeister und Handwerker nach dem Rohrbruch einer alten 40 Zentimeter starken Grauguss-Wasserleitung im Pasinger Steinerweg durchgeschuftet.

Die Straßengrube mit dem neuen Rohr ist fast wieder gefüllt, der Großteil der drei Millionen Liter Wasser ist ­abgepumpt. 24 Stunden lang haben Feuerwehr, Hausmeister und Handwerker nach dem Rohrbruch einer alten 40 Zentimeter starken Grauguss-Wasserleitung im Pasinger Steinerweg durchgeschuftet. Für die Bewohner der zwei betroffenen Wohnblocks aber wird das ganze Chaos am Tag danach erst voll sichtbar.

Wasserrohr in Pasing gebrochen - Straße geflutet

Pasing: Großes Aufräumen nach Wasserrohrbruch

In der Hausnummer 2 standen 32 Kellerabteile bis zur Decke unter Wasser – jetzt sieht es darin aus wie nach einem Erdbeben. Der Großteil der gelagerten Gegenstände ist hinüber. In den Tiefgaragen sind die Autos im Inneren teils noch pitschnass, die Schäden sind noch nicht absehbar. Das Haus mit den Nummern 1, 1a und 1b hat am Tag danach keinen Strom, die Heizung funktioniert noch nicht. „Wir sind froh, dass niemand in den Untergeschossen war, als die Flutwelle kam“, sagt Hausmeisterin Karin Stauner. „Das wäre sicher übel ausgegangen.“

nba

Wasser bis zur Kellerdecke

Erinnerungsfotos, Kinderspielzeug, Schuhe – fast alles in Milutin M.s (39) Abteil ist kaputt, nachdem das Wasser bis zur Decke stand. „Nachbarn hatten hier auch Kaufverträge oder Garantiescheine gelagert, die sind sehr verzweifelt.“ Drin herrscht solch ein Chaos, dass er nicht mal die Tür öffnen kann.

„Hier hat’s gebrutzelt“

Der Kunststoff an den Stromzähler-Tafeln im Keller ist völlig verbogen, die Zähler liegen aussortiert am Boden. Elektromeister Klaus Savelkouls muss alles neu einbauen. „Der Strom wurde übers Wasser geleitet und hat eine riesige Hitze an der Anlage entwickelt – da hat’s richtig gebrutzelt.“

Der BMW stand im Wasser

Kofferraum in Ordnung, das Wagen­innere auch. Anwohner Mathias Roth­meier (49) hat Glück gehabt, das Wasser in seiner Tiefgarage reichte nicht so hoch – im Nachbarhaus strömte die Flutwelle sogar durch die Türritzen. „Trotzdem warte ich erst auf den Gutachter, bevor ich wieder fahre.“

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