"Caffè sospeso"

Benefizaktion: Anschreiben für einen guten Zweck

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Jens Krumpholz (r.) und Bildhauer Albert Hirschmann spendeten schon mal fünf „Aufgschobne“ für bedürftige Menschen.

München - In Italien ist der so genannte Caffè sospeso schon lange Tradition. Der Brauch, neben dem eigenen Kaffee auch einen weiteren zu bezahlen. Ab Mittwoch haben auch die Münchner die Möglichkeit dazu.

In Italien ist er schon lange gute Tradition: der so genannte Caffè sospeso, ein „aufgeschobener“ Kaffee. Der Brauch, neben dem eigenen Kaffee auch einen weiteren zu bezahlen. Für Bedürftige, der sich selbst keinen leisten können. Die Idee wird inzwischen weltweit praktiziert. Ab Mittwoch haben auch die Münchner die Möglichkeit, einen heißen Kaffee für den guten Zweck zu geben. „Die Weltstadt mit Herz spendet Kaffee mit Herz“, freut sich Initiator Jens Krumpholz von der Parkettbörse Pasing.

„Mir tut es einfach weh, wenn ich Menschen sehe, die in Mülleimern nach Flaschen suchen“, sagt der Pasinger Parketthändler zur tz. Damit sie in der kalten Zeit in den Genuss eines warmen Getränks kommen, will Krumpholz die Idee des „Aufgschobnen“ in die Münchner Gastro-Welt tragen.

Der Parkett-Kaiser hat inzwischen zahlreiche Prominente begeistern können. „Sie wollen gerade in Zeiten wie diesen ein Zeichen setzen.“ Mit von der Partie bei der Benefiz-Aktion sind schon Nena’s Café am Pasinger Marienplatz sowie das benachbarte Café Confetti und die Augustiner Stuben. In diesen Lokalitäten kann man einen Kaffee auf einer Tafel anstreichen lassen, der an Menschen mit schmalem Geldbeutel ausgegeben wird.

Am Mittwoch zwischen 15 und 17 Uhr werden sich Musikproduzent Thomas Stein, Kabarettistin Karin Engelhard, Sänger Dave Kaufmann, Regisseur Roger Fritz, Kabarettist André Hartmann sowie Maler Wolfgang Prinz zum Promi-Kaffee-Klatsch in Nena‘s Café treffen. „Die Münchner sind herzlich eingeladen, vorbeizuschauen“, sagt Krumpholz.

Übrigens: Die ersten 50 Gratis-Kaffees – gespendet von Geschäftsleuten rund um den Marienplatz – warten schon auf Abnehmer.

JAM

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