Brand an der Planegger Straße

Feuer: Mieter springt in Panik aus dem Fenster

+
Die Feuerwehr bringt den Brand in den Wohnungen an der Planegger Straße unter Kontrolle.

München - Seine Wohnung brennt, der Mann will sein Leben retten, springt aus dem Fenster im zweiten Stock - und verletzt sich lebensgefährlich. Das Ganze ist an der Planegger Straße passiert.

Feuerdrama in Pasing: In Panik vor dem Flammen-Inferno in seiner Wohnung ist ein Münchner (59) zehn Meter in die Tiefe gesprungen! Der Mieter erlitt bei dem Sprung massive Knochenbrüche und musste reanimiert werden! Zum Glück ist der 59-Jährige mittlerweile außer Lebensgefahr!

Es waren dramatische Minuten, die sich kurz vor 23 Uhr in der Wohnanlage an der Planegger Straße in Pasing abspielten. Eine Mieterin (78) aus dem dritten Stock hatte plötzlich Brandgeruch bemerkt. Sie alarmierte einen Nachbarn (41) und ging mit ihm zur Brand-Wohnung eine Etage tiefer.

Fotos vom Brand an der Planegger Straße

Da niemand auf das energische Klopfen und Klingeln reagierte, trat der 41-Jährige die Wohnungstür ein. Er schrie so laut er konnte – woraufhin der Mieter antwortete: „Mir geht es gut, aber ich komme hier nicht mehr raus.“ Da jetzt auch giftiger Rauch aus der Wohnung quoll, mussten die Nachbarn zunächst sich selbst in Sicherheit bringen.

Der Mieter in der Flammen-Wohnung muss anschließend die Hölle erlebt haben. Sein Wohnzimmer brannte lichterloh, die Wege auf den Balkon und ins Treppenhaus waren abgeschnitten. In seiner Not flüchtete sich der Mann ins Badezimmer. Nachdem die Flammen auch dorthin vorgedrungen waren, wusste der 59-Jährige wohl keinen anderen Ausweg mehr: Er öffnete das Fenster und sprang etwa zehn Meter in die Tiefe – kurz bevor die Feuerwehr ein Sprungpolster aufgebaut hatte!

Der Mann landete auf der betonierten Keller-Zufahrt, erlitt zahlreiche Knochenbrüche. Unter laufender Reanimation wurde er ins Krankenhaus eingeliefert. Auch die 78-Jährige aus dem dritten Stock kam in die Klinik.

Während der Löscharbeiten durch die Feuerwehr mussten 20 Mieter, darunter auch kleine Kinder, den Wohnblock verlassen. Da sieben Apartments nicht mehr bewohnbar waren, nahmen die Mieter, deren Wohnungen unversehrt geblieben waren, ihre Nachbarn auf.

„Momentan gehen wir von einer fahrlässigen Inbrandsetzung einer Couch durch den Mieter aus“, sagt Polizeisprecher Sven Müller. Der Schaden beträgt etwa 250 000 Euro.

JAM

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

So will die Stadt das Feiervolk bremsen
So will die Stadt das Feiervolk bremsen
MVG-Offensive: So soll der Nahverkehr besser werden
MVG-Offensive: So soll der Nahverkehr besser werden
Bus-Streik in München: Das erwartet Fahrgäste am Dienstag
Bus-Streik in München: Das erwartet Fahrgäste am Dienstag

Kommentare