Bezirksausschuss Obermenzing

Grandlschule: Auslagerung von Schulklassen empört Eltern

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Die Container der Realschule an der Blutenburg und Grundschule an der Grandlstraße. Hier ein Bild von 2015.

Lange Gesichter gab es bei Eltern und Lokalpolitikern in der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses Pasing-Obermenzing. Denn: Nicht alle Klassen sollen in dem neu gestalteten Haus der Grandlschule Platz finden. 

München - Auch wenn man sich auf die Rückkehr in den Neubau der Grundschule an der Grandlstraße freut, zeigten sich vor allem Vertreter des Elternbeirats überhaupt nicht damit einverstanden, dass die Schulfamilie geteilt werden soll. Nur 16 der aktuell 20 Klassen sollen ab kommendem September in der nach dem Lernhauskonzept gestalteten Schule Platz finden. Für fünf Züge sei die Fläche zu klein, heißt es beim Bildungsreferat.

Schule soll geteilt werden

Neben der Grundschule soll nun bis zum Herbst 2019 die dreizügige Realschule saniert und umgebaut werden. Die vier von der Schulleitung ausgelosten Klassen würden weiterhin in der gegenüberliegenden Container-Anlage unterrichtet und sollen mittelfristig in der neuen Grundschule im Neubaugebiet an der Paul-Gerhardt-Allee unterkommen, berichtete Referats-Sprecher Eduard Arndt in der BA-Sitzung. Für die Teilung sprächen laut Schulleitung und Lehrerschaft organisatorische Gründe.

Das sehen die Eltern anders: „Dem Elternbeirat liegt kein wirklich sachliches Argument vor, warum nicht die ganze Schulfamilie umziehen kann“, heißt es dort. Warum könnten nicht einige der nach dem Lernhauskonzept gestalteten Gruppenräume in Klassenzimmer umgewidmet werden, fragt man sich.

Schulplanung der Stadt: „Massiv schief gelaufen“

Deutlich verärgert zeigte sich auch der Bezirksausschuss über die Schulplanung der Stadt. Da müsse etwas „massiv schief gelaufen sein“, sagte CSU-Mitglied Sven Wackermann. Dringend müsse die Verwaltung nun die Planungen für die fünfzügig gedachte Grundschule an der Paul-Gerhardt-Allee vorantreiben, um die Engpässe an den anderen Grundschulen im Stadtteil aufzufangen.

Spätestens im Oktober wolle man den Bezirksausschuss dazu informieren, versprach Beate Steier vom Baureferat. Allerdings habe man bei der Lokalbaukommission um eine Verlängerung der Containeranlage an der Grandlstraße bis Ende 2021 gebeten.

Wie die beste Lösung für die Grandlschüler im September aussehen könnte, soll laut Bildungsreferat ein Runder Tisch mit Vertretern der Eltern, Schule und Stadt am kommenden Donnerstag klären. 

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