Ein Jahr nach der Tat

Fußballfans prügelten am Pasinger Bahnhof auf Ausländer ein - Polizei findet Verdächtige

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Polizist mit Ausrüstung / Symbolbild

In Pasing war vor einem Jahr ein Streit zwischen Fußballfans und einer Gruppe von Ausländern eskaliert. Die Polizei ermittelte - mit Erfolg. 

München - Später Erfolg für die Polizei: Gut ein Jahr nach einem Angriff auf eine Gruppe von Ausländern am Pasinger Bahnhof haben die Ermittler insgesamt neun tatverdächtige „Sympathisanten eines norddeutschen Fußballclubs“ ausfindig gemacht. Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich um Fans des FC Hansa Rostock, wie die Polizei auf Anfrage von Merkur.de bestätigte.

Der Hintergrund: In einer Unterführung nahe des Pasinger Bahnhofsplatzes war es am späten Abend des 2. Dezember 2017 zu einem Streit zwischen den Fans und mehreren Personen unterschiedlicher Nationalitäten im Alter zwischen 21 und 28 Jahren gekommen.

Attacke auf Ausländer am Pasinger Bahnhof: Polizei findet Verdächtige in München, Passau und Rostock

Zunächst gab es einen verbalen Schlagabtausch. Dann schlugen die Fußball-Fans gemeinschaftlich auf die Menschen aus Syrien, Iran und Afghanistan ein. Dabei wurden einige der Opfer verletzt. Außerdem sollen fremdenfeindliche Beschimpfungen getätigt worden sein. Die Täter hatten zunächst nicht zur Verantwortung gezogen werden können.

Die Polizei ermittelte nun neun Tatverdächtige (im Alter zwischen 18 und 48 Jahren) aus München, dem Landkreis München, Passau und Rostock. Bei Durchsuchungen wurden Beweismittel festgestellt und Betäubungsmittel gefunden. Gegen die Tatverdächtigen wird wegen Landfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung und Volksverhetzung ermittelt. Sie wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen. 

mm/tz

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