Verrückter Mietmarkt in München

Dreiste Wohnungsanzeige im Netz - mit kurioser Forderung zum Beruf der Mieter

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In der Landsberger Straße in Pasing entstehen neue Wohnungen, in die Studenten und Auszubildende einziehen sollen.

Der Wohnungsmarkt in München hält immer wieder Überraschungen bereit. Eine Anzeige soll gezielt eine Gruppe ansprechen, hat aber einen nicht unerheblichen Haken.

München - Wie weit würdest du gehen, um in München eine Unterkunft zu finden? Diese Frage müssen sich Studenten und Auszubildende in der Landeshauptstadt immer wieder stellen - und blicken nicht selten einer bitteren Realität ins Auge. Eine Münchner Immobilienagentur ist in Sachen Dreistigkeit nun in eine neue Dimension vorgestoßen.

Auf der Wohnungsplattform immobilienscout24 rührt sie für ein „lichtdurchflutetes Apartment“ in Pasing die Werbetrommel. Potenzielle Mieter sollen für eine Wohnfläche von 35,7 Quadratmetern 895 Euro hinblättern. In der Beschreibung des Apartments wird mit „funktionaler und wertiger Ausstattung“ sowie einer „urbanen Lage mit kurzen Wegen und guter Infrastruktur“ geworben. 

München: Dreiste Forderung in Wohnungsanzeige - „Bitte keine Anfragen von Berufstätigen“

Knapp 900 Euro für 35 Quadratmeter in Pasing? Hartgesottene Wohnungssuchende können solche Preise wohl nicht mehr schocken. Allerdings soll den stattlichen Preis kein gut verdienender Arbeitnehmer berappen. „Bitte keine Anfragen von Berufstätigen, diese können wir leider nicht berücksichtigen - wir bitten um Verständnis“, stellt der Anbieter in seiner Anzeige eine dreiste Forderung. Einzig Studenten und Auszubildende werden als Bewerber akzeptiert.

Laut des Portals ausbildung.de verdient ein Fliesenleger im ersten Lehrjahr zwischen 550 und 690 Euro. Auszubildenden im Beruf des Einzelhandelskaufmanns werden immerhin bis zu 730 Euro in Aussicht gestellt. Leider nicht genug, um sich ein „lichtdurchflutetes Apartment“ im Münchner Westen leisten zu können. 

Münchner sollen 895 Euro für „Studentenbude“ berappen

Auch die meisten Studenten dürften sich ohne die Unterstützung ihrer Eltern schwer tun, 895 Euro Monatsmiete aufzubringen. Und wer sich mit einem lukrativen Nebenjob Geld dazuverdient, dürfte wohl andere Stadtviertel in München als Lebensmittelpunkt bevorzugen.

Dabei hätte das beworbene Apartment tatsächlich einige Vorzüge zu bieten, die gerade bei jungen Leuten gut ankommen dürften. Im großen Gemeinschaftsbereich im Erdgeschoss ist ein Kicker untergebracht und ein separater Work-out-Raum soll den Bewohnern „sportlichen Ausgleich“ bieten.

lks

Das Finanzamt München hat von einer Vermieterin verlangt, die Miete drastisch zu erhöhen. Doch die wehrte sich gegen die Forderung der Behörde.

Video: Rentner trifft die Wohnungsnot am härtesten 

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