Drama am Bahnhof Pasing

„Ich wollte nur noch raus“: Mann mehr als eine Stunde an Bahnhof in Aufzug eingesperrt

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In diesem Aufzug am Pasinger S-Bahnhof saß Hugo Lanz über eine Stunde fest. Die Feuerwehr befreite ihn.

Hugo Lanz (78) steht in der Aufzugtür. Weiter wagt sich der Rentner nicht in den Lift. Nicht mehr. Denn ein Schreckenserlebnis hat Spuren bei ihm hinterlassen.

München - Das Drama nahm an einem Freitag gegen 18.15 Uhr seinen Lauf. „Ich wollte mit der S-Bahn von Pasing zum Marienplatz fahren, um im Konfuzius-Institut einen Vortrag zu hören“, sagt der Obermenzinger. In Pasing holt er den Aufzug, um zum S-Bahnsteig hochzufahren. Der Fahrstuhl kommt, die Türen öffnen sich, Lanz geht hinein. Er drückt auf den Knopf, die Türen schließen sich, der Lift setzt sich in Bewegung. Doch schon nach wenigen Zentimetern bleibt der Aufzug plötzlich stehen. Lanz bewahrt zunächst Ruhe, drückt den Notknopf. Eine Stimme meldet sich. „Es hieß, dass jemand kommt.“ Ob eine Person spricht oder die Ansage vom Band kommt, kann Lanz nicht sagen. „Es hieß immer wieder: Wir kommen bald.“ Zehn Minuten verstreichen. 15 Minuten. 20 Minuten. Immer wieder drückt er den Notknopf. Antwort: „Wir kommen bald.“ Oder: „Die Feuerwehr kommt bald.“

Ebenfalls in München hat ein Mann in der U-Bahn für Aufregung gesorgt. Er war seltsam gekleidet und trug eine Axt bei sich. Dies löste einen großen Polizeieinsatz aus.

Technische Panne an Bahnhof in München: Bahn-Kunde in Aufzug eingesperrt

Mittlerweile sind 40 Minuten verstrichen. Der 78-Jährige bekommt es mit der Angst zu tun: Was, wenn er im Aufzug übernachten muss? „Draußen liefen immer wieder Passanten vorbei. Aber durch das dicke Glas konnte ich mich nicht bemerkbar machen.“ Tapfer harrt er weiter aus. Drückt erneut den Notknopf. Wieder die Ansage. Panik steigt in ihm auf. Sein anfänglicher Ärger über den verpassten Vortrag weicht Hilflosigkeit. „Ich wollte nur noch raus.“ Dann endlich – nach über einer Stunde – rückt Rettung an. „Die Feuerwehr hat die Tür aufgestemmt. Das hat auch eine Zeit gedauert.“ Nach einer Stunde und 15 Minuten ist die Tür offen. Endlich frei!

Mittlerweile sind einige Wochen vergangen. Doch dem Rentner hängt der Vorfall noch immer nach. „Ich verstehe nicht, warum an so einem großen Bahnhof keine Mitarbeiter sind, die sofort helfen können“, sagt er.

München: Bahn reagiert auf Vorfall - „klar geregelte Vorgehensweise“

Auf Merkur-Anfrage entschuldigt sich die Bahn für die „Unannehmlichkeiten“. Allgemein teilt eine Sprecherin mit: „Im Falle, dass ein Fahrgast im Aufzug stecken bleibt, gibt es bei der Deutschen Bahn eine klar geregelte Vorgehensweise.“ Über den Notrufknopf im Aufzug könne sich der Fahrgast an die Zentrale wenden. Sie halte mit dem Reisenden beständig Kontakt. Die Zentrale kümmere sich parallel darum, dass ein Techniker oder die Feuerwehr „so schnell als möglich“ vor Ort anrückt, um den Fahrgast zu befreien. „Ist innerhalb von 30 Minuten kein Techniker verfügbar, wird die Feuerwehr verständigt“, so die Sprecherin.

Eine Frau in München hörte in der Nacht verzweifelte Hilferufe aus dem Aufzugsschacht im Haus. Als sie diesen nachging, entdeckt sie einen Mann, der offenbar den Schacht hinuntergestürzt war.

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