„SOKO Mira“

Rätselhafter Mord in München: Endlich geklärt? Mutmaßlicher Mörder von Mira (66) vor Gericht

München - Mordfall in Obermenzing: Ermittler der SOKO Mira durchsuchen das Haus des 66-Jährigen Opfers
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Mord in München/Obermenzing: Schnell fanden die Ermittler DNA-Spuren – doch ab da wurde es knifflig.

Lange stellte der Mord in Obermenzing die Polizei vor ein Rätsel. Die „SOKO Mira“ wurde gegründet. Nun steht ein mutmaßlicher Täter vor Gericht.

München - Es war ein Verbrechen, das die Ermittler vor Rätsel stellte: Eine Untermieterin fand am 27. Dezember vergangenen Jahres ihre Vermieterin, die 66-jährige Mira Kostov, tot in deren Wohnung. Die Verletzungen ließen keinen Zweifel: Hier war eine Straftat passiert. Doch wer war der Täter? Nach umfangreichen Ermittlungen gaben Polizei* und Staatsanwaltschaft nun bekannt: Es gibt einen Verdächtigen.

Die Tatumstände lassen einen erschaudern. Mira Kostov (66) war zur falschen Zeit am falschen Ort. In den frühen Morgenstunden des zweiten Weihnachtsfeiertages soll ein Bosnier (52) in das rosa getünchte Haus an der Amalienburgstraße im Münchner* Westen eingedrungen sein. Dabei überraschte ihn Kostov. Er tötete sie der Polizei zufolge mit einem „unbekannten Gegenstand“. Laut Oberstaatsanwältin Anne Leiding gibt es zwei Mordmerkmale: „Habgier und die Verdeckung einer anderen Straftat.“ Der Einbrecher hatte das Haus offenbar nach Wertgegenständen durchsucht.

Das Opfer: die 66-jährige Mira Kostov.

Rätselhafter Mordfall in München: DNA-Spuren führten zu 15-Jahre altem Verbrechen in Kroatien

Die Ermittler fanden DNA-Spuren. Doch von wem? Wie sich herausstellte, hatte die Serbin rund 150 Untermieter, vorwiegend aus Serbien. Manche waren in Obermenzing* gemeldet, manche nicht, manche waren längst nicht mehr dort – ein Durcheinander.

Mehrere Spuren führten dann zum Tatverdächtigen. „Die DNA-Spuren führten zu einem Gewaltverbrechen in Kroatien vor über 15 Jahren“, so Mathias Heidtmann, stellvertretender Leiter der Mordkommission. Einer der Untermieter, der aus der Region Srpska in Bosnien und Herzegowina stammt, sei ein Angehöriger des 52-Jährigen. Und: Der Verdächtige fuhr am 27. Dezember mit dem Bus aus München Richtung Heimat.

Mord in München: Polizei schnappt mutmaßlichen Mörder von Mira (66) - Verdächtiger vor Gericht

Diese und weitere Spuren führten zu dem Mann, gegen den am 10. Februar Haftbefehl erlassen wurde. Am 1. April nahm man ihn beim Grenzübertritt von Bosnien und Herzegowina nach Serbien fest. Am Donnerstag holten ihn Münchner Beamte aus Serbien ab. Diesen Freitag wurde er der Ermittlungsrichterin vorgeführt. Er schwieg zu den Vorwürfen. (laf) *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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