Diamantene Hochzeit

Seit 60 Jahren sind sie ein Paar: Die längste Liebesgeschichte Pasings

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Johann (81) und Lieselotte Ott (80) sind heute unzertrennlich – und sie waren es bei ihrer Hochzeit vor 60 Jahren. Die Kinder – und mittlerweile auch Enkelkinder – halten das Paar nach wie vor auf Trab. Wichtig für eine langlebige Liebe sei vor allem der gegenseitige Zusammenhalt, sagen die beiden.

Liebe kennt keine Grenzen. Kein Spruch dieser Welt könnte die Geschichte von Johann (81) und Lieselotte Ott (80) besser beschreiben.

  • Das seltene Jubiläum einer Diamantenen Hochzeit feierten Johann und Lieselotte Ott aus München-Pasing
  • Kennengelernt hatte sich die Beiden vor vielen Jahren auf einer Fußballveranstaltung im sächsischen Zwickau
  • Einig sind sich die  betagten Jubilare heute noch und sagen, in einer Ehe darf es nie langweilig werden

Liebe kennt keine Grenzen. Kein Spruch dieser Welt könnte die Geschichte von Johann (81) und Lieselotte Ott (80) besser beschreiben. Seit 60 Jahren ist das Ehepaar nun schon verheiratet – am 28. November feierten die beiden Diamantene Hochzeit.

Kaum zu glauben, wenn man bedenkt, wie schwierig der Anfang ihrer Beziehung war. Im Gespräch erzählen sie, wie die längste Liebesgeschichte Pasings ihren Lauf nahm. Und: Was ihre Liebe nach all den Jahren noch frisch und lebendig hält.

Ehepaar aus München: Es knisterte auf einer Fußballer-Siegesfeier im fernen Zwickau

Die beiden lernen sich auf einer Siegesfeier im sächsischen Zwickau kennen, Lieselottes einstiger Heimat. Johann Ott, seinerzeit leidenschaftlicher Fußballer, ist dort mit seiner Mannschaft, dem BSC Sendling, zu Gast. Bereits auf der Feier knistert es gewaltig zwischen den beiden. Und auch als Johann zurück nach München muss, reißt der Kontakt nicht ab. Die beiden schreiben sich Briefe – drei Jahre lang, über die innerdeutsche Grenze hinweg. Glücklicherweise sind die Übergänge zur BRD damals noch geöffnet, sodass sich die Verliebten gegenseitig besuchen und dabei immer besser kennenlernen können.

Nach der Hochzeit: Das dauerhafte gemeinsame Glück in München musste warten

Am 28. November 1959 beschließen sie schließlich, ihre Liebe zu besiegeln. Im Haus von Lieselottes Familie findet die standesamtliche Trauung statt. Doch nach der Hochzeit heißt es ein weiteres Mal warten. Denn um dauerhaft in München bleiben zu können, muss das Ehepaar einen Antrag auf Familienzusammenführung stellen. Und genau der wird dem jungen Glück verwehrt. 

Erst einen Monat später, am 23. Dezember 1959, darf Lieselotte in die BRD einreisen – als Flüchtling. Ein schwieriger Start. Doch die beiden kämpfen, halten zusammen – so lange, bis Lieselotte neue Papiere bekommt. Am 20. Januar 1960 schreiten die beiden dann in der Münchner Pfarrkirche „Zu den heiligen zwölf Aposteln“ zum Altar. Ein Augenblick des Glücks, der bis heute anhält.

Liebesgeschichte aus München: „Gerade am Anfang haben wir uns immer wieder hochgeholfen“

Wie das geht? Da müssen die Otts nicht lange überlegen: Wichtig sei vor allem der gegenseitige Zusammenhalt. „Gerade am Anfang haben wir uns immer wieder hochgeholfen“, erzählt Lieselotte. „Und heute“, ergänzt Johann, „sind wir sehr stolz darauf, dass wir alles geschafft haben.“ Außerdem – da sind sich die beiden auch einig – dürfe es in einer Ehe nie langweilig werden. Die Otts haben daher schon immer gerne große Feste gefeiert. Ganz am Anfang quasi pendelnd – diesseits und jenseits der Grenze. Später dann im Kreise ihrer Liebsten. 

Apropos: Die Kinder und Enkelkinder halten das Paar nach wie vor auf Trab. Tag für Tag, Woche für Woche. Nein, fad war’s den Otts noch nie – und es schaut auch nicht so aus, als würde das jemals passieren.

ELISA EBERLE

Eine ganz andere bewegende Geschichte erlebte kürzlich eine Familie aus Obermenzing: Der unbekannte Bruder: Wie ein Zettel die Welt der Familie Christ auf den Kopf stellte

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