Gräfelfinger war eingesperrt

So legte ein 25-jähriger Trunkenbold die S-Bahn am Montagmorgen lahm

Am Montagmorgen rief ein 25-Jähriger aus einem Güterzug-Container in München Pasing die Polizei. Er hatte sich dort eingesperrt - mit erheblichen Auswirkungen auf den Zugverkehr.

München - Gegen 5.20 Uhr rief ein 25-Jähriger per Handy den Notruf 110. Das Kuriose daran war: Er rief aus einem im Bereich Pasing stehenden Container an, der auf einem Güterzug geladen war. In dem Anruf teilte er mit, seit circa fünf Stunden in dem Behälter festzusitzen. 

Zwischenzeitlich sei er eingeschlafen und komme nun nicht mehr selbständig heraus. Die Bundespolizei München begab sich zusammen mit der Feuerwehr nach Pasing um den Mann zu befreien. Da der junge Gräfelfinger nicht genau wusste wo der Güterzug, in den er im alkoholisierten Zustand selbständig geklettert war steht, begannen die Einsatzkräfte systematisch alle Güterzüge vor Ort abzusuchen. Hierfür musste zur Sicherheit der Beamten der gesamte Gleisbereich in Pasing gesperrt werden. Dadurch wurde laut Bundespolizei auch die S-Bahn, der Regional- und Fernverkehr vorübergehend stark beeinträchtigt. 

Nach etwa 15 Minuten, gegen 6:20 Uhr, hatten die Bundespolizisten den 25-Jährigen gefunden und konnten ihn unverletzt aus dem Container befreien. Der Gräfelfinger konnte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen die Heimreise antreten.

Ihn erwartet eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach der Eisenbahnbetriebsordnung wegen des unbefugten Aufenthaltes im Gleisbereich sowie des Betretens einer Bahnanlage ohne amtliche Befugnis.

Durch den Einsatz kam es bei 86 Zügen und S-Bahnen zu insgesamt 1.280 Verspätungsminuten, 37 Komplett- und 21 Teilausfällen.

In unserem S-Bahn-Ticker erhalten Sie aktuelle Informationen zu Verspätungen und Zugausfällen. Die wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Pasing – mein Viertel“.

mm/tz

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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