Kuriose Verfolgungsjagd 

Flüchtiger versteckt sich in Bettkasten

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Bei einem Einsatz in Pasing hat die Polizei einen Flüchtigen in einem Bettkasten gefunden.

München - "Jetzt habt's mich" - das waren die Worte eines 48 Jahre alten Münchners, den die Polizei in einem Bettkasten gefunden hat. Gegen den Maler lagen mehrere Haftbefehle vor.

Kurioses Täuschungsmanöver: Zusammengekauert im Bettkasten unterm Lattenrost hat sich ein 48 Jahre alter Mann ín München vor der Polizei versteckt. Die Beamten hatten den Maler in seiner Wohnung in Pasing verhören wollen. Der Vorfall ereignete sich bereits Mitte Dezember, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Gegen den Mann lagen mehrere Haftbefehle vor. Aufmerksam geworden waren die Einsatzkräfte auf ihn, weil er ein gekauftes Auto nicht umgemeldet hatte. Auch um den Versicherungsschutz hatte der Maler sich nicht gekümmert.

Ein 32 Jahre alter Münchner, der dem Maler den Wagen ein halbes Jahr vorher verkauft hatte, hatte den Beamten das nicht umgemeldete Auto auf einem Parkplatz eines Supermarktes in der Würmtalstraße gezeigt. Damals gab der 48 Jahre alte Käufer noch an, dass er das Fahrzeug aus zeitlichen Gründen und wegen einer chronischen Krankheit nicht umgemeldet und versichert hatte.

Falsche Krankenkassen-Karte

Der Mann legte der Polizei eine falsche Krankenkassen-Karte vor. Deswegen rückten die Beamten am Folgetag zu seiner Wohnung für eine Vernehmung aus. Die Mutter der Lebensgefährtin des Mannes öffnete die Türe. Sie sagte, der Gesuchte befinde sich in der Wohnung. "Jetzt habt's mich" waren die Worte des Flüchtigen, als er von den Beamten zusammengekauert im Bettkasten unter dem Lattenrost gefunden wurde.

Nachdem der Maler den Polizisten seinen richtigen Reisepass zeigte, stellte sich heraus, dass gegen den Mann mehrere Haftbefehle vorlagen. Zusätzlich zu den dreieinhalb Jahren, die sich aus den bereits bestehenden Haftbefehlen ergeben, wird sich der Mann nun auch noch wegen zahlreicher weiterer Vergehen verantworten müssen. Er wurde nach Stadelheim gebracht.

wei

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