Neue Verhandlung

Nur noch sechs Jahre für Brandstifter

+
Heinz R. (45) legte einen Brandsatz.

München - Der bereits wegen besonders schwerer Brandstiftung verurteilte Heinz R. (45) kann mit einer Milderung des Strafmaßes rechnen

Statt acht Jahre muss der Pasinger wohl höchstens sechs Jahre und drei Monate hinter Gitter. Das erste Urteil des Landgerichts war vom Bundesgerichtshof (BGH) teilweise aufgehoben worden. Seit Montag verhandelt eine andere Kammer den Fall erneut.

tz.de als App:

Zur iPhone-App

Zur Android-App

Zur Windows-App

Der Malermeister hat im April 2011 in einem Mietshaus an der Bodenseestraße ein Feuer gelegt – kurz nachdem er dort rausgeflogen war. Dazu verband er im Keller eine elektrische Herdplatte mit einer Zeitschaltuhr und stellte einen Kanister mit zehn Litern Benzin auf den Herd, den er voll aufdrehte. Dann verklebte er das Türschloss mit Sekundenkleber. Am frühen Morgen sprang die Zeitschaltuhr an, das Benzin geriet in Brand. Die Bewohner der 16 Wohnungen blieben zum Glück unverletzt, es entstand jedoch ein Schaden von fast 100 000 Euro.

Das Motiv des Malermeisters: Hass auf die Hausbesitzerin. Nach dem Tod ihres Mannes hatte sie dem Handwerker keine Aufträge mehr erteilt. Sie wollte das Anwesen verkaufen – und setzte R. vor die Tür. Da begann er, die Schlösser zu sabotieren und Drohbriefe zu schicken. Der Höhepunkt war dann die Brandstiftung.

Ann-Kathrin Gerke

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Berufung zurückgezogen: Todesfahrer muss in Haft
Berufung zurückgezogen: Todesfahrer muss in Haft
Video: Das ergaben die Ermittlungen zum OEZ-Amoklauf
Video: Das ergaben die Ermittlungen zum OEZ-Amoklauf

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare