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LKA ermittelt

Im Westbad: Polizist als Spanner erwischt

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Im Westbad in Pasing soll ein Polizeibeamter eine Mutter und ihre beiden Töchter gefilmt haben.

Auf frischer Tat ertappt wurde ein Polizist, der sich im Westbad als Spanner betätigt hat. Dabei fliegt er auf. Nun wird gegen den Beamten ermittelt.

München - Spanner-Alarm im Westbad: Ausgerechnet ein Polizist soll am Wochenende eine Mutter mit ihren beiden Kindern in der ­Umkleidekabine gefilmt haben! Der Beamte wurde sofort suspendiert. Jetzt ermittelt das Bayerische Landeskriminalamt (LKA).

Der Vorfall ereignete sich am frühen Sonntagabend. Die Schweizerin, die in München lebt, zog sich kurz nach 18 Uhr mit ihren beiden Töchtern im Alter von sechs und zehn Jahren in einer Umkleidekabine um. Plötzlich entdeckte die 41-Jährige, wie jemand ein Handy unter der Trennwand hindurchhielt und filmte.

Frau reißt Spanner Handy aus der Hand

Die schockierte Frau schrie laut auf und riss dem Spanner das Mobiltelefon aus der Hand. Der Ehemann der Schweizerin wurde dadurch auf den Vorfall aufmerksam und verständigte sofort den Bademeister. Dieser rief wiederum die Polizei. Die Beamten nahmen den Spanner dann fest und stellten sein Handy sicher.

Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Mann um einen 42-jährigen Polizisten aus München handelt - nähere Details waren zunächst nicht zu erfahren. Der Beamte bekam eine Anzeige wegen Beleidigung und Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs.

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Polizist muss Waffe und Dienstausweis abgeben

Und: Der Polizist wurde sofort suspendiert, er musste auch seine Waffe und seinen Dienstausweis abgeben. Das LKA nahm nach dem Vorfall direkt interne Ermittlungen auf. Das passiert immer dann, wenn der Verdacht im Raum steht, dass ein Polizeibeamter sich nicht korrekt verhalten haben könnte.

Christian Miehling, Sprecher der fürs Westbad zuständigen Stadtwerke München (SWM), sagte auf tz-Nachfrage, dass derartige Vorfälle äußert selten vorkommen. In den vergangenen Jahren könne er sich an keinen vergleichbaren Fall erinnern: „Grundsätzlich verzeichnen wir in den städtischen Bädern keine Probleme durch Foto- oder Filmaufnahmen mit Handys.“ Wird ein Spanner in einem der Bäder erwischt, wird das in jedem Fall direkt bei der Polizei zur Anzeige gebracht.

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Handy-Fotos in Bädern: Was ist erlaubt?

Grundsätzlich besteht in allen Bädern der Stadtwerke München ein Fotografier- und Filmverbot, sagt SWM-Sprecher Michael Solic. Dieses Verbot wird auch überwacht. Allerdings: Wer Fotos im Familienkreis macht, von Freunden, Cliquen oder auch ein Selfie etwa beim Bräunen, der hat nichts zu befürchten.

Solic appelliert: Wer sich wider Willen fotografiert fühlt oder jemand anderen dabei sieht, soll sich als Erstes an das Badepersonal wenden. „Die Mitarbeiter sind für solche Situationen geschult und arbeiten auch mit der Polizei zusammen“, so der Sprecher.

Stefanie Wegele

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