Umstrittene Einbahnregelung

Anwohner sauer: Radweg-Heckmeck in Pasing

+
Der Bus darf, Radler nicht: Für Anwohnerin Christl Kugler ist die Verkehrsregelung auf der Bäckerstraße nicht nac hvollziehbar.

Für die Bäckerstraße in Pasing gilt zwischen Landsberger Straße und Bahnhof seit der Sanierung des Stadtteils eine Einbahnregelung nach Norden. Für die Radler wurde deshalb ein Radweg geschaffen, der jedoch laut KVR nur Richtung Süden zum Bahnhof hin erlaubt ist. Ein Umstand, der zahlreiche Anwohner inzwischen ärgert.

„Ich bin entsetzt, dass die Radler da nur in eine Richtung fahren dürfen“, sagt die Pasingerin Christl Kugler. Wer auf der engen Bäckerstraße mit dem Rad zum Bahnhof will, werde so durch die Tram, die Busse und die Autos gefährdet, ärgert sich die 65-jährige Rentnerin. Sicherer sei es doch auf dem Radweg, der ihrer Meinung nach auch breit genug für beide Richtungen wäre. Auf dem Rad- und Fußweg in der Georg-Habel-Straße in Richtung Gräfstraße sei das doch auch möglich, obwohl dieser nur etwa zweieinhalb Meter breit sei, meint die Pasingerin.

Das sieht man im Kreisverwaltungsreferat (KVR) jedoch anders: Der Radweg besitze nicht die notwendige Breite für beide Richtungen, heißt es in der Behörde auf Anfrage. Das Radfahren nach Norden – also zum Bahnhof hin – sei auf der Straße im Mischverkehr bei Tempo 20 und der Sperre des allgemeinen Durchgangsverkehrs vertretbar, so die Auskunft weiter. Zudem seien das Verkehrsaufkommen gering und der Bereich zwischen Gehsteig und Tramschienen breit genug, so ein KVR-Sprecher. Und Kinder bis zehn Jahre dürften ja ohnehin auf beiden Gehwegen radeln. Eine Freigabe des Radweges Richtung Norden sei leider nicht möglich.

In Pasing überzeugt das nicht alle: Anwohnerin Kugler will sich weiter beschweren, sollte sich in der Bäckerstraße nichts ändern. 

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare