Rentnerin abgezockt

Vorsicht, wenn „Staatsanwalt Herr Lorenz“ anruft

Auf eine dreiste Masche ist eine Rentnerin (89) hereingefallen. Unbekannte luchsten ihr mehrere Zehntausend Euro ab. Sie gaben sich als Polizisten aus.

München - Mehrere zehntausend Euro haben falsche Polizisten einer Rentnerin aus Obermenzing abgeluchst. Zwischen Dienstag, 6., und Freitag, 9. Juni, haben Unbekannte mehrfach bei der fast 90-jährigen Frau angerufen. Sie überredeten sie, ihre Ersparnisse abzuheben und ihnen das Geld zu übergeben.

Falsche Polizisten sprechen von angeblichem Überfall

Wie die Polizei mitteilt, gaben sich die Anrufer als „Staatsanwalt Herr Lorenz“ und „Herr Neunmann von der Kriminalpolizei“ aus. Zunächst haben sie sich nach den Lebensumständen der Seniorin erkundigt. Sie sagten ihr, dass ein Überfall auf sie bevorstehe und dieser vereitelt werden soll. Sie solle ihre ganzen Ersparnisse abheben. Das Geld würde dann von einem Boten abgeholt werden. Die Bank würde ihr „Schwarzgeld“ auszahlen.

Am 8. Juni schließlich übergab die Rentnerin gegen 23 Uhr mehrere Zehntausend Euro an eine Abholerin. Am folgenden Tag riefen die Täter nochmal an, sie forderten weiteres Geld. Die Seniorin konnte die Summe allerdings nicht mehr aufbringen.

Kriminalpolizei München ermittelt

Erst am Wochenende vertraute sie sich ihren Sohn an. Dieser erstattete Anzeige bei der Polizei. Die Ermittlungen wurden von der Münchner Kriminalpolizei übernommen.

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei München unter Telefon (089) 29 100 in Verbindung zu setzen.

Was die Polizei bei Betrügern rät

Die Polizei rät deswegen noch einmal zur Vorsicht:

  • Seien Sie misstrauisch bei derartigen Anrufen
  • Beenden sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten bzw. Informationen über vorhandene Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben
  • Gehen Sie nicht auf Forderungen zur Überweisung oder Übergabe von Geldbeträgen ein
  • Im Telefondisplay angezeigte Nummern können technisch manipuliert werden und sind kein Beleg für den tatsächlichen Anruf eines Polizeibeamten
  • Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter
  • Kontaktieren Sie im Zweifelsfall die Polizei unter einer dem Telefonbuch entnommenen Telefonnummer; in eiligen Fällen auch unter der Notrufnummer 110.

Die wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebookseite „Obermenzing - mein Viertel“

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa

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