Suche nach dem Schmuck

Seniorin verzweifelt: Mein Ehering wurde bei Operation vertauscht

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Sucht verzweifelt ihren Ehering: Angela S. (83).

62 Jahre lang trug Angela S. den Ehering mit dem Namen ihres Mannes an der Hand. Nach einer OP stand dort plötzlich ein anderer Name. Gab es eine Verwechslung?

München - Die Familie der 83-jährigen Angela S. ist verzweifelt auf der Suche nach einem Ring, dem Ehering der Seniorin. „Meine Oma war im Krankenhaus in Pasing“, erzählt die Enkelin aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck. Wieder zu Hause, stellte sie fest: Ihre Oma hatte einen anderen Ehering dabei. Statt „Innozenz“ steht „Stephan“ auf der Innenseite. Der Verdacht: In der Klinik müssen zwei Eheringe vertauscht worden sein.

60 Jahre lang war Angela S. verheiratet. Am 13. Mai 1955 schloss sie mit ihrem Innozenz den Bund fürs Leben. „Meine Großeltern sind zusammen durch dick und dünn gegangen“, sagt die Enkelin. Vor zwei Jahren starb Angelas Mann. Umso wichtiger ist der Ring jetzt für die Seniorin – als Erinnerungsstück.

Angela S. wurde am 20. Juli mit Verdacht auf Schlaganfall in das Helios-Klinikum München West in Pasing eingeliefert. Für die Untersuchungen musste sie ihren Schmuck abnehmen. „Wir gehen davon aus, dass bereits an diesem Tag die Ringe vertauscht wurden“, sagt die Enkelin. Es folgten weitere Untersuchungen und eine Operation in Pasing und Großhadern.

Geschah die tragische Verwechslung in der Helios-Klinik in Pasing? Hier wurde Angela S. operiert.

Erst diese Woche durfte die 83-Jährige wieder nach Hause. Ihre Verwandten halfen ihr beim Packen. Als sie den Ehering betrachteten, stellten sie entsetzt fest: Das ist nicht der, den Angela S. mehr als 60 Jahre lang am Finger hatte. Geheiratet hat „Stephan“, so steht’s im fremden Ring, im Jahr 1958. „Das genaue Datum haben wir uns leider nicht gemerkt“, sagt die Enkelin. Sie haben den Ring wieder in der Klinik abgegeben – in der Hoffnung, dass auch der anderen Frau die Verwechslung auffällt. „Aber bisher hat sich niemand gemeldet.“ Irgendeine Frau muss aber jetzt einen Ring am Finger haben, in dem „Innozenz“ steht.

Die Helios-Klinik bedauert den Vorfall: „Es tut uns leid, dass es zu dieser Verwechslung gekommen ist. Aufgrund des Hinweises Ihrer Zeitung werden wir jetzt selbstverständlich alles unternehmen, um die vertauschten Eheringe schnellstmöglich den jeweils richtigen Besitzerinnen zurückgeben zu können“, teilt die Klinik mit.

Die Familie wandte sich jetzt an den Radiosender Gong 96.3 und startete einen öffentlichen Aufruf. „Wir hoffen wirklich sehr, dass sich jemand meldet“, sagt die Enkelin unserer Zeitung. Damit Angela S. das Andenken an ihren Mann wieder am Finger tragen kann.

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebookseite „Pasing – mein Viertel“.

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