Trickbetrüger ergaunern Goldbarren von Rentnerin

Obermenzing - Goldbarren im Wert von mehreren zehntausend Euro hat eine 71-Jährige einem Trickbetrüger übergeben. Dieser hatte sich als ihr Neffe ausgegeben.

Am Dienstag erhielt eine 71-jährige Rentnerin in Obermenzing einen Telefonanruf von einem Mann. Dieser machte der Frau glaubhaft klar, dass er ihr Neffe Michael sei. Er gaukelte der Rentnerin vor, dass er dringend 50.000 Euro als Darlehen brauche, da er eine Wohnung gekauft habe.

Die 71-Jährige sagte, sie habe auf die Schnelle nicht so viel Bargeld zur Verfügung. Doch der Täter überredete sie schließlich dazu, eine größere Menge Goldbarren und Goldmünzen, die sie bei ihrer Hausbank in einem Safe deponiert hatte, abzuholen.

Nachdem die Rentnerin das Gold bei der Bank abgeholt hatte, wurde sie erneut von ihrem vermeintlichen Neffen angerufen. Er teilte er mit, dass er das Gold nicht selbst abholen könne. Stattdessen würde ein Angestellter seiner Notars vorbei kommen.

Wie in einem Krimi bekam die Senioren einen Treffpunkt in der Feichthofstraße zugewiesen, zu dem sie mit dem Gold kommen sollte. Dort erschien nach kurzer Wartezeit ein bislang unbekannter Mann und stellte sich als „Bruno Novazki“ vor. Die gutgläubige Frau übergab dem Mann Goldbarren und Goldmünzen im Gesamtwert von mehreren Zehntausend Euro.

Schon kurze Zeit später bekam die 71-Jährige erhebliche Bedenken und wandte sich an die Polizei.

Auch ein 74-jähriger Rentner erhielt am gleichen Tag einen Anruf.  Der Unbekannte gab sich als sein Neffe aus und bat den 74-Jährigen um 36.000 Euro für den Kauf eines Autos. Der Rentner sagte dem Unbekannten daraufhin, dass sich seine Frau um die Finanzen kümmern würde. Der angebliche Neffe brach das Telefonat daraufhin ab.

Nur ein paar Stunden später wurde eine 92-jährige Frau von einer weiblichen Person um 20.000 Euro gebeten. Die alte Dame lehnte jedoch sofort ab

Das Polizeipräsidium München warnt in diesem Zusammenhang dringend davor, angeblichen Verwandten, die sich lediglich telefonisch melden, für etwaige Investitionen Geldbeträge zur Verfügung zu stellen. Die Angerufenen sollten unbedingt Rücksprache mit Vertrauenspersonen halten und sich direkt an die Polizei unter der Telefonnummer 110 wenden.

pak

Rubriklistenbild: © dpa

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