Drei ähnliche Vorfälle in einer Nacht

Überwachungskameras helfen bei Fahndung 

München - Drei Vorfälle aus der Nacht zeigen, wie wichtig Kameras an Bahnhöfen sind. Mehrmals musste die Münchner Polizei ausrücken. Mit den Videoaufnahmen werden nun die Täter ermittelt.

Zwei bislang unbekannte Personen sollen einem 26-Jährigen aus Freimann in einem Schnellrestaurant im Bahnhof Pasing gegen am Donnerstagabend zwei leere Plastikflaschen entwendet haben. Der Student gab an, er war kurz zur Toilette gegangen. Als er zurückkam, waren die Pfandflaschen verschwunden. Am Ausgang erkannte er ein Pärchen im Personentunnel, das sich zuvor noch im Schnellrestaurant befunden hatte. Er erkannte, wie der Mann die Flaschen in einem Rucksack verstaute. Daraufhin stellte der Student die beiden zur Rede. Als das Pärchen in Richtung Bahnsteig weiterging, stellte er sich in den Weg. 

Mann wirft mit Salatsoße auf Studenten

Der Mann soll den 26-Jährigen am Kragen gepackt und zum Schlag ausgeholt haben. Er beließ es jedoch bei einer mündlichen Drohung. An der Rolltreppe zum Bahnsteig kam der ca. 21-22 Jahre alte, etwa 170 cm große, dunkelblonde Mann mit Vollbart zurück und warf dem Freimanner einen mit Salatdressing befüllten Plastikbehälter ins Gesicht. Dabei wurde die Kleidung des Studenten verunreinigt. Dieser hatte wartende Fahrgäste aufgefordert, ihm zu helfen, doch niemand hatte reagiert. Die Frau soll ca. 20 Jahre alt und etwa 160 cm groß und dunkler Haarfarbe sein. DB-Mitarbeiter benachrichtigen die Bundespolizei, die nun die Kameraaufnahmen des Bahnsteigs zur Ermittlung des Pärchens auswertet. Gegen die beiden vermeintlichen Täter wird wegen Räuberischen Diebstahl, Beleidigung und Bedrohung ermittelt. 

Streit auf der Damentoilette endet blutig

Kurz nach Mitternacht war es in der Toilettenanlage eines Schnellrestaurants am Münchner Ostbahnhof zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen. Dabei hatte eine 27-Jährige aus Leipzig, die vom Oktoberfest kam, ihre Hand am Türrahmen der Trennwand zur Damentoilette. Eine Frau soll vorsätzlich die Türe zugeschlagen und dabei die Finger der 27-Jährigen eingequetscht haben. Anschließend entfernte sich die Unbekannte in den Speiseraum. Eine 28-jährige Begleiterin der Leipzigerin folgte der Unbekannten. Beim Versuch die Flüchtende aufzuhalten, soll diese ihrer Verfolgerin zweimal ins Gesicht geschlagen haben. Während bei einem Begleiter der Unbekannten von der Bundespolizei die Personalien festgestellt werden konnten, flüchtete die Frau, bevor die Beamten ankamen. Fahndungen nach beiden verliefen negativ. Die 27-Jährige aus Leipzig hatte jeweils eine Platzwunde an drei Fingern der rechten Hand, die vom Rettungsdienst versorgt werden mussten. Die Bundespolizei wertet nun die Videoaufzeichnungen aus. 

Mann schlägt Frau grundlos ins Gesicht

Gegen Mitternacht soll ein 23-Jähriger aus dem Hasenbergl eine unbekannte Frau am Außeneingang eines Schnellrestaurants am Ostbahnhof mehrmals mit der Hand ins Gesicht geschlagen haben. Die Geschädigte floh kurzerhand mit einem Taxi. Von Zeugen alarmierte Kräfte der Bundespolizei nahmen den Mann fest. Eine anschließende Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von 1,34 Promille. Zudem schlug ein Drogenkurztest positiv an. Die Bundespolizei hat Ermittlungen zur Feststellung der Frau eingeleitet.

mm

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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