Ausbauoffensive des Nahverkehrs

Verlängerung der U5 im Westen: Das ist der neueste Stand

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Der U-Bahn-Ausbau kommt in Fahrt. Bald soll die U5 verlängert werden.

Der U-Bahn-Ausbau kommt in Fahrt. Die SPD-Stadtratsfraktion hat am Donnerstag beantragt, die Planungen für die Verlängerung der U5 nach Freiham aufzunehmen.

München -  Das ist eine weitere Folge der von den Genossen und der CSU angekündigten Ausbauoffensive des Nahverkehrs. Bis die U-Bahn allerdings fährt, soll sich die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) auch Alternativen überlegen, um das neue Stadtviertel und den gesamten Bezirk Aubing-Lochhausen-Langwied besser an den ÖPNV anzubinden. Das könnte etwa durch Verstärkung bei den Buslinien erfolgen oder eine Trambahn mit einer anderen Trassenführung als der vorgeschlagenen.

In Freiham sollen bis 2025 Wohnungen für rund 25.000 Menschen und Arbeitsplätze für 7500 Münchner Bürger entstehen. Gutachter gehen davon aus, dass 2025 etwa 35 000 Pendler, darunter etwa 11.000 Erwerbstätige und rund 4400 Schüler, von Freiham aus den die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen werden.

Alles hängt von der zweiten Stammstrecke ab

Um die U5 ins neue Stadtviertel zu verlängern, muss zunächst die Erweiterung nach Pasing abgeschlossen sein. Und mit der wiederum kann erst begonnen werden, wenn die Zweite Stammstrecke fertiggestellt ist, was frühestens 2026 der Fall sein wird. Eine Trambahn wäre möglicherweise rascher zu realisieren. Die Kosten wären vergleichsweise überschaubar: Verkehrsplaner kalkulieren für den U-Bahnbau derzeit mit 485 Millionen Euro. Eine Tramstrecke von Pasing nach Freiham soll 53 Millionen Euro kosten.

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Laut Stadtrats-SPD stellt die U-Bahn-Planung eine langfristige Perspektive dar. Daher müssten als nächster Schritt die vorhandenen Systeme verbessert und an die im 22. Stadtbezirk insgesamt steigenden Bevölkerungszahlen angepasst werden. Da die Genossen zudem möchten, dass der zu erwartende Pendlerverkehr bereits vor Freiham auf den ÖPNV umgeleitet wird, soll ein geeigneter Standort für die Endstation mit einer Park&Ride-Anlage gesucht werden – möglichst an der Autobahn, etwa an der Zufahrt „Freiham Nord“.

Ferner soll die Verwaltung bei der Deutschen Bahn darauf hinwirken, den Takt und auch die Zuglängen der S-Bahnen zu erhöhen. Dazu gehöre auch ein möglichst rascher Bau eines dritten und möglichst vierten Gleises für die S4 nach Buchenau.

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Sascha Karowski

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