Mann (40) in Psychiatrie untergebracht

Hitlerbilder und Bomben-Material bei Anwalt gefunden

München - Er besitzt mehrere Waffen und gilt als Gefahr für sich und die Allgemeinheit: Die Polizei hat einen Anwalt (40) in die Psychiatrie gebracht. In seiner Wohnung fanden sich aber nicht nur Waffen...

Er war eine Gefahr für sich und andere: Ein offenbar psychisch kranker Rechtsanwalt (40) hatte sich in seiner Wohnung in Pasing ein regelrechtes Waffenlager – vier Kurz- und vier Langwaffen sowie große Mengen an Munition – eingerichtet. Zudem hatte der Jurist literweise Chemikalien gelagert, die zur Herstellung von Bomben geeignet waren. Jetzt ist der 40-Jährige in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.

Bereits am Freitag vor einer Woche hatte das Referat für Gesundheit und Umwelt eine Anordnung zur Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung erlassen. Er hatte zuvor einen Bekannten bedroht. Da gegen den Anwalt bereits wegen einer Bedrohung auf dem Oktoberfest 2012 ermittelt worden war, hatten bei den Behörden die Alarmglocken geschrillt.

Da der Anwalt zudem als aktiver Sportschütze bekannt war und deshalb mehrere Schusswaffen mit einer entsprechenden Erlaubnis besaß, wurde die Polizei gleich tätig. Gegen 16.30 Uhr tauchten die Beamten bei der Wohnung des 40-Jährigen auf und trafen ihn auch an. Der Anwalt trug einen Trainingsanzug, in dem er mehrere kleine Messer versteckt hatte. „Insgesamt fanden die Beamten 113 Messer sowie Beile und Äxte in der Wohnung“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch.

Am Ende fanden die Beamten auch noch verschiedene NS-Devotionalien im Arbeitszimmer des Münchners wie Hitlerbilder und „Mein Kampf“. Deshalb hat sich auch das Staatsschutzdezernat des Polizeipräsidiums München in die Ermittlungen eingeschaltet.

tz

Rubriklistenbild: © dpa

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