Taxistand direkt vor dem Haus

Pasing: Bankchef fürchtet mehr Überfälle

München - Für viele Pasinger ist es eine Erleichterung, dass vor wenigen Tagen ein Taxistand am Bahnhof eingerichtet wurde. Doch Sebastian Pfundstein, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaftsbank München, ist sauer.

Für viele Pasinger ist es eine Erleichterung, dass vor wenigen Tagen ein Taxistand in der Irmonherstraße eingerichtet wurde. Endlich gibt es wieder Taxis am am Bahnhof. Doch Sebastian Pfundstein, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaftsbank München, ist sauer.

In der Bezirksausschusssitzung bat er das Gremium, die Einrichtung des Taxistandes vor seiner Bankfiliale aus Sicherheitsgründen zu überdenken. Ohne ihm Bescheid zu sagen, sei eine Woche später das Taxi-Schild vor der Bank aufgestellt worden. Dabei wolle er auf keinen Fall die Taxler in ein schlechtes Licht rücken möchte. „Im Gegenteil, die verhindern ja tagsüber sogar Überfälle“, sagt er im Hallo München. Ihm ginge es vielmehr um die Situation abends und nachts. Die neue Unruhe vor der Filiale, die in der Vergangenheit bereits einmal überfallen wurde, mache Kunden für Überfälle leichter anfällig, wenn sie draußen ihre Tageseinnahmen zum Nachttresor bringen.

Auch könne man Menschen, die Geld abheben, leichter ausspionieren, verfolgen und dann ausrauben. Auch die Panzerwagen hätten zukünftig ein Problem. Die Versicherung schreibe vor, dass sie so nahwiemöglich am Eingang der Bank parken müssen. Das ginge nun nicht mehr, wenn die Taxis dort stehen. „Ich muss das mit den Werttransportern noch abklären. Es kann durchaus passieren, dass sie uns nicht mehr anfahren“, sagt Pfundstein.

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Christian Müller, Vorsitzender des Bezirksausschusses und Stadtrat (SPD), hat für Pfundstein kein Verständnis. „Mir kommen diese Argumente an den Haaren herbeigezogen vor.“ Auch Pasings Polizeichef Peter Löffelmann sieht tagsüber durch den Taxistand kein Risiko für die Kunden. Er gab aber auch zu, dass bei der Ortsbegehung vor der Einrichtung des Taxistandes nur die Verkehrstechnischen-, nicht aber die Sicherheitsaspekte bezüglich der Bank geprüft worden seien.

Marie-Anne Hollenz

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