Passanten retten Frau, die von Brücke springen will

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Lebensretter: Peter Suchotzki und Maria Hoffmann

München - Ein 34 Jahre alte Frau wollte am Montag von der Plinganserbrücke springen. Passanten und Polizisten retteten die Frau in letzter Sekunde.

Dramatische Szenen spielten sich am Montag um 23.35 Uhr auf der Plinganser-Brücke ab. Dort wollte sich eine 34-Jährige über der Brudermühlstraße (Mittlerer Ring) acht Meter tief in den Tod stürzen. Der Erste, der den Ernst der Lage erkannte, war ein 52-Jähriger, der die bereits jenseits des Geländer stehende, weinende und auch betrunkene Frau ansprach.

Kurz da­rauf kamen Maria Hoffmann (21) und ihre Freundin Therese (36) dazu: „Therese hat ihre Arme durchs Geländer und um die Taille der Frau geschlungen, um sie zu halten. Wir konnten sie aber nicht zur Aufgabe überreden.“ Als die beiden Polizeiobermeister Peter Suchotzki und Michael Schmitz dazukamen, geriet die Lebensmüde in Panik. Sie ließ sich von dem Sims herabgleiten und wollte springen. Dabei versuchte sie sich loszureißen und schlug wild um sich.

Zu diesem Zeitpunkt sperrte die Polizei unten bereits den Ring: „Es bestand die Gefahr, dass sie einem Autofahrer von oben in die Scheibe springen könnte“, schilderte Peter Suchotzki am Mittwoch die dramatischen Minuten. Unter Aufbietung aller ihrer Kräfte gelang es den fünf Helfern, die Tobende zu halten. Schließlich zählten die Fünf laut „Eins, zwei, drei!“ und zerrten die Frau mit einem kräftigen Ruck rückwärts über das Geländer auf die Brücke und damit in Sicherheit. Dort stammelte sie unter Tränen: „danke!“ Die 34-Jährige hat kürzlich ihren Job verloren, leidet auch unter privaten Problemen und hatte deshalb massiv getrunken. Sie wird nun in der Psychiatrie betreut.

dop.

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