Passanten retten Rentner aus der Würm

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Zwei der drei Retter: Andreas Frischmann (l.), und Viktor Bekwenknoll

München - Ohne Hilfe wäre er ertrunken: Am Mittwochabend trieb ein Rentner aus München bewusstlos in der Würm. Vier Passanten retteten ihm durch ihr beherztes Eingreifen das Leben. 

Es war ein wahnsinniger Zufall, dass Hans Zellner (Name geändert) überhaupt entdeckt wurde. Denn es war stockfinster, als der 76-jährige Rentner Mittwoch Nacht in Pasing-Obermenzing in die Würm fiel; und dann auch noch an einer abgelegenen Stelle - an der Ecke Ludwig-Thoma-Straße und Windelbandweg. „Dass er entdeckt wurde, war ein Riesen-Zufall“, sagt Viktor Bekwinknoll (28). Er ist einer der Lebensretter des Rentners: „Normalerweise hätte den Keiner gesehen oder gehört.“

Doch der Mann hatte Glück und wurde zufällig von Spaziergängern entdeckt. Die holten Hilfe. „Hätte den niemand rausgezogen, er wäre tot“, sagt Bekwinknoll -  „Eine üble Geschichte.“

Der Industriekaufmann war dort mit einen Kumpel bei einem Freund beim Fußball Schauen. Gegen 23.30 Uhr gingen die drei nach draußen, um sich zu verabschieden. „Da kam ein Bub gerannt und schrie, dass ein Mann in der Würm treibt“, erzählt Bekwinknoll. Er und seine zwei Freunde, der 22-jährige Alexander Schenkert, ein BWL-Student, und Andreas Frischmann (22, Lehramts-Student), rannten los. „Da stand schon die Mutter des Buben im Wasser und hielt den Mann fest, damit er nicht weg treibt“, erzählt Bekwinknoll.

Zu dritt holten die jungen Männer den Rentner aus dem Wasser und hievten ihn über die Böschung. „Der Mann war total kalt, aber er war bei Bewusstsein“, erzählen seine Retter. Doch sprechen konnte der Rentner nicht mehr. Seine Retter merkten, dass er betrunken war - laut Polizei hatte er einen Alko-Wert von knapp einem Promille. Mit einer Unterkühlung kam der 76-Jährige ins Krankenhaus. „Ohne das schnelle und beherzte Eingreifen der Retter hätte er nicht überlebt“, schreibt die Polizei.

Susanne Sasse

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