Was passierte da in der Polizeiinspektion 16?

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Beule, Hämatome: Elena S. nach dem Vorfall

München - Drei rumänische Arbeiter wollten Anzeige wegen versuchten Mordes erstatten. Das Gebäude verließ Dolmetscherin Elena S. (60) voller Beulen und blauer Flecken. Was war da passiert?

Sie war als Dolmetscherin in die Polizeiinspektion 16 (Hauptbahnhof) gekommen. Drei rumänische Arbeiter wollten Anzeige wegen versuchten Mordes erstatten. Das Gebäude verließ Elena S. (60) voller Beulen und blauer Flecken. Was war da passiert?

Elena S. musste sich diese Woche vor Gericht verantworten – wegen Widerstands und Körperverletzung. Sie habe sich nicht ausweisen wollen, so die Anklage. Und habe sich kratzenderweise gegen ihre Festnahme gewehrt. Und ihre Beulen am Kopf ? Sie sei bei dem Vorfall am 26. Februar 2011 mehrfach mit dem Kopf gegen die Wand gerannt, behaupteten zwei Polizeibeamte.

Nein, die Polizisten hätten sie grundlos misshandelt, erzählte indessen die Angeklagte (Verteidigerin: Angelika Lex). „Ich ­wurde angeschrieen“, so Elena S. unter Tränen. Ein Beamter habe sie im Polizeigriff gepackt, was ihr wegen ihrer Arthrose höllische Schmerzen bereitet habe. „Er hat mich gegen die Wand gestoßen.“

Die Rumänen bestätigten vor Gericht im Wesentlichen ihre Version. Auch eine Gerichtsmedizinerin vertrat die Auffassung, dass der Vorfall nicht so sein konnte, wie die Polizisten es behaupteten. Die Richterin stellte daraufhin das Strafverfahren gegen Elena S. ein – auf Kosten der Staatskasse.

E. Unfried

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