Passionsspiele: Stadt empört über Freistaat

München - Im Streit um die Abgabe des Honorars der Heimkinder aus dem Marie-Mattfeld-Haus in Oberammergau setzt sich die Stadt München zur Wehr.

Heimkinder des Marie-Mattfeld-Hauses in Oberammergau, das der Stadt München gehört, mussten 75 Prozent ihres Passionsspiel-Honorars abgeben (tz berichtete). Die Landeshauptstadt unterstreicht nun, dass sie dem knappen Dutzend Kindern den dreistelligen Betrag gerne gelassen hätte. Allerdings ließen die Sozialgesetze des Bundes keine Ausnahme zu, teilt das Sozialreferat mit – und weist die Kritik des Freistaats empört zurück. Das Arbeitsministerium hatte von Ausnahmen in „begründeten Einzelfällen“ gesprochen. In Wahrheit habe der Freistaat 2004 selbst ein Gesetz vorgeschlagen, nach dem den Kindern ein viel höherer Anteil abgeknöpft worden wäre. Außerdem sollen alle gleich behandelt werden: So müssen auch Kinder, die Zeitungen austragen oder im Supermarkt helfen, 75 Prozent des Lohns abführen. Ein Heimplatz kostet im Monat 4000 Euro.

tz

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