Auto geklaut: Patient flüchtet

Irre Verfolgungsjagd: Mit 102 Sachen durch die Stadt

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Endstation am Irschenberg: der Ford des Rasers.

München - Eine wilde Verfolgungsjagd hat sich ein 50-Jähriger mit der Polizei geliefert - und zwar von München bis zum Irschenberg. Die Hauptakteure: Ein Sicherheitsmann, ein flüchtiger Patient und viele Polizeiwagen.

Weil es ihm gar nicht gut ging, lieferte sich ein von Psychosen gejagter, 50-Jähriger Anfang Februar selbst in die Psychiatrie in Haar ein. Am Dienstag jedoch lief er dort wieder davon, trank sich Mut an - und liefert sich noch in der gleichen Nacht eine wilde Verfolgungsfahrt mit der Polizei, die erst am Irschenberg endete.

In der Nacht zum 6. Februar parkte ein Mitarbeiter (44) eines Sicherheitsdienstes seinen Ford vor einem Anwesen in der Elsenheimerstraße in Laim und ging auf Rundgang - doch er ließ den Schlüssel stecken. Als er zurückkam, sah er die Rücklichter seines Pkw gerade noch von hinten. Am Steuer: der 50-jährige Psychotiker.

Der Wachmann rief sofort den Polizeinotruf. Alle Streifenwagenbesatzungen in München  hielten die Augen auf. Um 3.38 Uhr schoss der gestohlene Ford mit dem rasanten Tempo von 102 km/h durch den Radarstrahl der Verkehrspolizei, die auf der Tegernseer Landstraße eine Blitzer-Kontrolle durchführte. Mehrere Polizeifahrzeuge hängten sich gleich dran. Doch so leicht ließ sich der betrunkene Autodieb  nicht stoppen. Auf der Salzburger Autobahn bei Holzkirchen rammte er sogar einen Streifenwagen. Erst am Irschenberg bremste ihn die Polizei schließlich aus. Jetzt sitzt er wieder in Haar.

Dorita Plange

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