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Paulaner: Abschied vom Nockherberg?

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Die bisherige Paulaner-Brauerei am Fuße des Nockherbergs

München - Gerade erst haben die Brauereien Löwenbräu und Spaten-Franziskaner einen Umzug verworfen, da überlegt das zweite große Münchner Braukonsortium, aus der Innenstadt wegzuziehen.

Die Schörghuber-Gruppe prüft, ob sie ihre Paulaner- und Hacker-Pschorr-Brauerei vom Nockherberg in den Münchner Westen auf das Gelände in Langwied verlagert. Das bestätigte Schörghuber-Sprecher Bernhard Taubenberger am Mittwoch dem Münchner Merkur.

Die Münchner Au: Ein Dorf mitten in der Stadt!

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Ein Mann zieht dabei die Fäden: der frühere Spaten-Chef Jobst Kayser-Eichberg. Seiner Firma, der Sedlmayr Grund und Immobilien (SGI), gehört das Areal in Langwied nahe dem Autobahnkreuz München-West. Kayser-Eichberg hatte für den Braukonzern Inbev, zum dem Löwenbräu und Spaten-Franziskaner gehören, die Pläne für die Superbrauerei dort entwickelt. Doch Kayser-Eichberg besitzt auch beste Kontakte zum Konkurrenten: Er sitzt im Schörghuber-Stiftungsrat. Und nun, da Inbev ihm absagt, bietet er sein Gelände Schörghuber an. Immerhin existiert ein Bebauungsplan und damit praktisch Baurecht für eine Brauerei auf dem Areal.

Schörghuber-Sprecher Taubenberger bestätigte: Man prüfe die Option. Insbesondere untersuche man, ob ein Neubau angesichts der Entwicklung des Biermarktes Sinn mache und ob die Verwertung des alten Areals in der Au genug Ertrag erzielen würde. Dort könnte bei einem Wegzug ein neues Stadtviertel entstehen. Das Ergebnis der Prüfung sei „offen“.

Kayser-Eichberg sagte, er habe aus der Schörghuber-Spitze positive Signale vernommen. Mit der Entscheidung wird sich Schörghuber aber wohl noch Zeit lassen. Etwa binnen zehn Jahren müsste die neue Brauerei laut Kayser-Eichberg errichtet werden – diesen Zeitraum gebe der Vertrag mit der Stadt vor.

OB Christian Ude scheint der Idee einiges abgewinnen zu können. Grundsätzlich sei die Stadt der Meinung, dass eine Brauerei am Standort in Langwied gut untergebracht wäre, so Ude. Er ist bereit, darüber mit Schörghuber zu sprechen. Auch der Gedanke eines neuen Stadtviertels am Nockherberg gefällt dem OB. Das Areal sei ein „Filetstück“ Münchens. „Ich kenne es ja gut dank meiner Anzapf-Trainings dort.“ Eins scheint jedoch völlig klar: Das Wirtshaus „Paulaner am Nockherberg“, in dem alljährlich das Politiker-Derblecken stattfindet, wird an seinem Standort bleiben.

tz

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