Platz der Opfer des Nationalsozialismus

Unter Pfiffen: Pegida-Demonstranten legen Kranz nieder

Der "Kranz der Schande" wie ihn ein Twitter-User bezeichnete. Pegida demonstriert am Montag Abend in München.

München - Zum Jahrestag der islamfeindlichen Bewegung haben sich auch in München Pegida-Anhänger zu einer Kundgebung mit anschließender Kranzniederlegung versammelt. Die Gegendemonstranten wollten jedoch nicht weichen.

Vor dem bayerischen Innenministerium am Odeonsplatz hatten sich nach Schätzung unseres Kollegen Felix Müller am Montag Abend anfangs etwa 150 Pegida-Demonstranten versammelt. Sie schwenken Deutschland- und Bayern-Fahnen. Etwas mehr Gegendemonstranten warten am Platz der Opfer des Nationalsozialismus. Dort wollten die Rechten später einen Kranz niederlegen. Die Gegendemonstranten zeigten sich fassungslos, dass dies erlaubt wurde - und bereiten sich auf eine Blockade vor. Die Polizei war nach Angaben eines Sprechers mit 370 Beamten im Einsatz.

Bei Twitter werden bereits Fotos der geplanten Blockade veröffentlicht: Darauf ist der mit Gegendemonstranten überfüllte Platz der Opfer des Nationalsozialismus zu sehen.

Im Laufe des Abends gelang es den Pegida-Demonstranten unter Pfiffen und Buhrufen der Gegendemonstranten den Kranz auf dem Platz der Opfer des Nationalsozialismus abzulegen. Laut einem Twitter-User forderte die Polizei Gegendemonstranten unter Androhung eines Pfeffersprayeinsatzes dazu auf den Kranz liegen zu lassen. Allerdings sollen die Beamten den Kranz aus Sicherheitsgründen später selbst entfernt haben.

vf

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