Bellevue-Truppe bittet um Spenden für Demo

Ein paar Euro für ein buntes München!

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Mehr als 15.000 kamen am Montag zur Gegendemo

München - Die Macher von Bellevue di Monaco haben sich maßgeblich für die Anti-Pegida-Demos eingesetzt. Jetzt braucht das Aktionsbündnis selbst Geld und bittet um Spenden.

Sie waren zusammen mit dem Bündnis München ist bunt dreimal maßgeblich daran beteiligt, dass unsere Stadt zigtausendfach den Pegida-Umtrieben entgegen trat: Die Macher von Bellevue di Monaco, die sich eigentlich für die Schaffung des Kultur- und Begegnungszentrums für Flüchtlinge und sozial Schwache in der Müllerstraße 2-6 starkmachen. Jetzt braucht das Aktionsbündnis selbst Geld und bittet um Spenden.

„Für die drei Kundgebungen haben wir jeweils über 5000 Euro auf dem Deckel“, sagt Bellevue-Vorreiter Till Hofmann. „Deswegen möchten wir die Münchner bitten: Öffnet nach euren Herzen auch euer Portemonnaies!“

Hofmann und sein Team planen vorerst keine weiteren Kundgebungen. „Wir wollen uns jetzt wieder auf unser eigentliches Projekt in der Müllerstraße konzentrieren“, erklärt er. „Wir sehen dem Niedergang von Pegida und Bagida gelassen entgegen.“

Till Hofmann mit Comedian Michael Mittermeier (l.) und Mehmet Scholl (r.).

Hofmann hatte mit seiner Gorilla-Aktion und prominenten Unterstützern die städtischen Häuser in der Müllerstraße vor dem Abriss gerettet und für ein Umdenken gesorgt. Ab 28. Januar dürfte der Stadtrat grünes Licht für das Konzept geben. Dann könnte die gemeinnützige Sozialgenossenschaft die Arbeit aufnehmen und mit der Sanierung beginnen.

Wichtig: Sollten mehr als 15.000 Euro zusammenkommen, geht der Rest natürlich komplett in die Bellevue-Sozialarbeit.

Spendenkonto: Verein für Sozialarbeit e.V., Bank für Sozialwirtschaft AG München, IBAN: DE98 7002 0500 0007 8328 55, BIC: BFSWDE33MUE, Stichwort: „Spende Bellevue di Monaco – Unkosten Kundgebungen“

Angriff auf die Polizei

Robert Kopp ist sauer. Richtig sauer. „Ich will nicht mehr jede Woche die verletzten Beamten zählen“, erklärte der Polizeivizepräsident in der Rückschau zur Großdemo am Montag. Nach der Kundgebung kam es im Hauptbahnhof gegen 20.40 Uhr zu einem Angriff einer Horde krimineller Autonomer. Am Ausgang Arnulfstraße auf den Treppen zur S-Bahn wurden die Polizisten aus fünf Metern Höhe mit Holzpaletten, einem Schild samt Betonfuß, einem Brett und einer Mülltone beworfen. Ein Beamter wurde getroffen und brach trotz Schutzhelmes bewusstlos zusammen. Sechs Täter wurden festgenommen. Der Anschlag wurde von Überwachungskameras gefilmt. Polizeisprecher Wolfgang Wenger: „Von Tausenden friedlichen Demo-Teilnehmern erwarten wir, dass sie sich künftig von diesen Kriminellen distanzieren.“ Während der Demo waren auch drei Steinbunker entdeckt worden. Zudem flogen Flaschen.

Stefan Dorner

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