Peter Kraus in Schwabing fies bestohlen!

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Peter Kraus ist in Schwabing bestohlen worden

München - Was für ein Schock für Rock’n’Roll-Legende Peter Kraus! Am hellichten Sonntagnachmittag wurde ihm mitten in Schwabing ein Laptop aus seinem Mietauto gestohlen. Der Inhalt ist wertvoll.

„Das Macbook hat vielleicht einen Wert von 5000 Euro, aber viel wichtiger ist, was da drauf war“, erklärt der 72-Jährige am Telefon gegenüber der tz – immer noch ganz durcheinander. Denn mit dem geklauten Laptop sind auch knapp 1500 Fotodateien weg, die ­Peter Kraus, sein Sohn Mike und dessen Geschäftspartner Marc ­Perino erst am Tag zuvor aufgenommen hatten. „Das ist wahnsinnig ärgerlich: Das waren die Fotos, mit denen wir ab jetzt die Werbetrommel für meine nächste Tournee rühren ­wollten.“

Ab Februar steht Peter Kraus mit seiner Revue Für immer in Jeans auf der Bühne, und das zusammen mit acht Musical-Darstellern, die für das Fotoshooting am Samstag extra von Wien nach Zürich geflogen waren. Ab acht Uhr morgens werkelte das Team im Aufnahme-­studio, tanzte und posierte stundenlang, bis Peter Kraus gegen halb drei am Nachmittag wieder weiter musste. Da ­begannen nämlich die ­Proben für die Samstagabendsendung ­­­Be Happy des Schweizers Fernsehens, die am Abend aufgezeichnet wurde.

Am Sonntag dann fahren Peter und Mike Kraus samt Marc Perino mit dem guten Gefühl zurück nach München, einiges geschafft zu haben. Als sie den gemieteten, schwarzen Porsche Panamera gegen Viertel nach zwei vor ­Mikes Büro am Kaiserplatz 7 abstellen, wollen sie noch schnell beim Griechen um die Ecke etwas essen. Als sie eine Dreiviertelstunde später zurückkommen, ist es schon passiert: Der Rucksack samt Laptop, der auf dem Boden hinter dem Fahrersitz lag, ist verschwunden. Einfach so, von außen sind an dem Porsche mit den verdunkelten Scheiben keine Einbruchspuren zu erkennen. „Wir haben sofort die Leute auf dem gegenüberliegenden Spielplatz gefragt, ob sie etwas gesehen haben – hatte aber keiner. Und uns ist beim Weggehen auch nichts Besonderes aufgefallen. Es war sowieso ziemlich ruhig am Sonntagnachmittag“, erinnert sich Kraus.

Auf dem Polizeirevier in der Maxvorstadt erfahren sein Sohn und dessen Geschäftspartner, dass hinter dem Einbruch womöglich eine professionelle Bande steckt. Mit einem Störsender könnte die dazwischengefunkt haben, als das Auto per Fernbedienung abgeschlossen werden sollte. „Das kann ich mir kaum vorstellen. Normalerweise kontrolliere ich immer nochmal, ob das Auto wirklich zu ist“, sagt Kraus dazu.

Ärgern tun ihn vor allem zwei Dinge: „Für das Foto­shooting haben Mike und Marc zum ersten Mal eine Technik angewendet, mit der die Fotos direkt von der ­Kamera auf den Computer gespielt werden. Sie sind also auch nur auf dem Computer, nicht auf der Kamera gespeichert“, sagt er. „Und diejenigen, die die Fotos jetzt haben, können damit ja gar nichts anfangen.“ Weshalb der Sänger auch hofft, dass die Diebe ­zumindest die Bilder zurückgeben. „Von Finderlohn kann man dann zwar nicht sprechen, aber wir würden uns auch erkenntlich zeigen.“

Ann-Catherin Karg

Mit diesem Trick arbeiten die Diebe

Bei Autos, die sich mit einer Fernbedienung verriegeln lassen, haben Diebe leichtes Spiel. Mit einem kleinen Störsender, einem so genannten Jammer, verhindern sie, dass das vom Autoschlüssel gesendete Signal auch beim Auto ankommt. Der vermeintlich abgesperrte Wagen bleibt also offen und kann von den Dieben einfach ausgeräumt werden. „Wir können nur dringend dazu raten, immer zu überprüfen, ob das Auto tatsächlich abgesperrt ist“, sagt dazu die Münchner Polizeisprecherin Alexandra Schmeitz. Denn auch ohne Störsender passiere es immer wieder, dass das Signal zwischen Schlüssel und Auto durch Hindernisse aufgehalten werde oder gleich gar nicht funktioniert.

Doppeltes Pech für die Beklauten, denn im Nachhinein kann man nicht mehr feststellen, ob das Auto durch eigene Schuld oder durch einen Störsender offen geblieben ist. Und jeder Autofahrer hat die Pflicht, seinen Wagen abzuschließen.

tz

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