Rückt Peter M. von seinen Lügenmärchen ab?

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Peter M. (48)

München - Der wieder aufgetauchte Tankstellenunternehmer Peter M. sitzt jetzt in der JVA Stadelheim. Ihm drohen fünf Jahre Haft. Rückt er von seinem Lügenmärchen ab?

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Knast! Peter M. hat Tank-Umsätze manipuliert

Peter M. wird seit Montag von einem renommierten Münchner Strafverteidiger (54) vertreten. Der 48-jährige Tankstellen-Unternehmer, der fünf Tage lang ­untergetaucht war, sitzt in der JVA Stadelheim. Dort muss er möglicherweise bleiben, bis ihm der Prozess gemacht wird. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen einer ganzen Reihe von Straftaten.

Die Tankstelle an der Richard-Strauss-Straße. Hier war Peter M. der Chef

M. war am 21. Januar auf mysteriöse Weise verschwunden. Sein weißer Porsche stand mit steckendem Zündschlüssel vor der Hypo-Vereinsbank am Herkommerplatz. An der Fahrertür war eine kleine Blutspur von ihm. Zunächst sah es wie ein Verbrechen aus, doch der Polizei kamen rasch Zweifel. M. ist angeblich überschuldet. Er soll die Bavaria Petrol als Betreibergesellschaft mit manipulierten Abrechnungen um eine sechsstellige Summe betrogen haben. Bei Betrug drohen bis zu fünf Jahre Haft, in besonders schweren Fällen sogar zehn Jahre. Derzeit fieseln die Ermittler seine Buchführung durch. Neben Urkundenfälschung und Insolvenzverschleppung kommen auch noch Steuerdelikte in Betracht. Staatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch: „Die Ermittlungen dauern an.“

Dazu kommt noch die vorgetäuschte Entführung, für die Peter M. bis zu drei Jahre Knast drohen. Bisher ist er von seiner abenteuerlichen Räuberpistole, er sei von zwei schlecht sprechenden Ausländern verschleppt worden, nicht abgerückt. Hier wird sein Verteidiger wohl noch ein Stück Überzeugungsarbeit leisten müssen. Denn so lange M. nicht mit der vollen Wahrheit herausrückt, besteht wohl keine Chance, dass sein Haftbefehl außer Vollzug gesetzt wird.

ebu.

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