Halloween-Wochenende

Polizei im Dauereinsatz: Pferde, Hunde, Partylöwen

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Polizeipferd Karlo (der Braune) ging durch, als er von einem Hund verfolgt wurde.

München - Kuriose und auch tragische Einsätze bestimmten die Arbeit der Münchner Polizei am Halloween-Wochenende.

Ein frei laufender Dobermann namens Ferdinand griff am Freitag im Paul-Ehrlich-Weg in Allach das Polizeipferd Karlo an. Der Braune ging durch, seine Reiterin stürzte schwer auf den Rücken. Der Helm rettete die Polizeimeisterin (32) vor schweren Kopfverletzungen. Sie erlitt jedoch eine schwere Rückenprellung und lag bis Sonntag in der Klinik. Ferdinands Halter wird wegen fahrlässiger Körperverletzung angezeigt. Die Polizeireiter weisen darauf hin, das selbst der kleinste Hund seinem Jagdtrieb folgt. Hasen, Katzen und eben auch Pferden werden bellend verfolgt und sind oft der Auslöser für panische Fluchtreaktionen.

Aus sieben Metern Höhe stürzte ein Bauarbeiter (36) am Freitag um 17.50 Uhr in Milbersthofen mit dem Gesicht voran auf Gerüststangen. Er wurde schwer verletzt. Der Kollege hatte mit dem Kran das Gerüst gestreift und zum Einsturz gebracht.

Während die Kollegen einkauften, fror ein russischer Geologe (39) im Auto so sehr, dass er die Heizung anstellen wollte. Er startete den Motor. Doch da war noch ein Gang eingelegt! Der Wagen rollte an und prallte gegen einen BMW. Das wird teuer: Der Russe hat keinen Führerschein und war betrunken. Zudem lag im Auto ein verbotenes Einhand-Messer.

Mit einer gestohlenen EC-Karte kaufte eine Betrügerin (25) bei Ikea in Taufkirchen für 1000 Euro ein. Sie gab die Waren zurück, ließ sich einen Gutschein über 1000 Euro ausstellen und versuchte dann, diesen bei ebay zu Geld zu machen. Sie sitzt jetzt in ­U-Haft. Denn sie beklaute auch ihre Vermieterin, die daraufhin das Mietverhältnis fristlos kündigte.

Einen peinlichen Auftritt leistete sich ein betrunkener Partylöwe (29) am Samstag. Am Bahnhof beschädigte er Autos, pöbelte Passanten, Polizisten und die Ärzte an, die seine blutende Gesichtsverletzung versorgen wollten. Nach fünf Stunden holte ihn die Mama ab. Bei seinem Abgang erklärte er: „Mein Vater ist Anwalt. Ihr hört von mir!“ Zunächst jedoch wird er jetzt vom Staatsanwalt hören.

Dorita Plange

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