Kai Pflaume beim tz-Besuch

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tz-Redaktionsassistentin Ingrid Flink bringt Kai Pflaume auf den aktuellen Nachrichten-Stand

München - Bei seinem tz-Besuch zeigte sich Kai Pflaume von seiner Schokoladenseite - und sprach im Interview über sein Engagement bei Sat.1 und der ARD sowie über Uli Hoeneß.

Den Teller mit Keksen rührt Kai Pflaume nicht an. „Danke“, sagt der Moderator, „ich bin nicht so ein Süßer.“ Mit dieser Meinung dürfte der 42-Jährige alleine dastehen! Bei seinem tz-Besuch zeigte er sich jedenfalls von seiner Schokoladenseite. Vor der zweiten Ausgabe seines ARD-Star Quiz kam Pflaume zur tz, ließ sich zeigen, wie die Nachrichten in die Zeitung kommen – und sprach über sein Engagement sowohl bei Sat.1 als auch bei der ARD.

Den Sprung ins Erste hat ihm die TV-Legende Frank Elstner geraten. Er ist am Donnerstag auch zu Gast in der Show, genauso wie Uli Hoeneß, der erstmals in eine Unterhaltungssendung kommt. Wie clever der FC-Bayern-Präsident ist, erzählt Pflaume im Interview.

Herr Pflaume, was ist schlimmer: die Premiere oder die Sendung danach?

Kai Pflaume: Häufig ist ja die zweite Ausgabe die größere Herausforderung, da die Premiere umfangreicher beworben wird und bei den Zuschauern eine gewisse Neugier da ist. Nach dem sehr guten Einstand beim Star Quiz mit fast 5,4 Millionen Zuschauern wollen wir da am Donnerstag natürlich nachlegen. Gerade die Mischung der Gäste macht den Reiz beim Star Quiz aus. Wir haben wieder tolle Kandidaten, von denen einige noch nie bei einem Quiz waren.

Uli Hoeneß zum Beispiel.

Pflaume: Genau, er war vorher noch nie in einer Quizshow. Das ist doch ein toller Vertrauensvorschuss. In Kombination mit Schauspielerin Maria Furtwängler war das ein echtes Dreamteam!

Wie sind Sie an den FC-Bayern-Präsidenten rangekommen?

Pflaume: Ich bin seit vielen Jahren Bayernfan und auch regelmäßig im Stadion. Da ich für Sat.1 zwei Jahre den UEFA-Pokal moderiert habe, konnte ich die Bayern eine Saison begleiten. Zudem kannte Herr Hoeneß das Format aus dem Fernsehen und hat dann recht spontan zugesagt.

Die Show wurde vor Kurzem aufgezeichnet – wie gut war Herr Hoeneß im Quiz?

Pflaume: Darüber verrate ich kein Wort!

Nicht mal eine Tendenz?

Pflaume: Dass er sehr gebildet und clever ist, wusste ich vorher, aber ich habe selten einen Gast in einem Quiz erlebt, der so schnell und entschlussfreudig geantwortet hat. Da merkt man, dass er es gewohnt ist, wichtige Entscheidungen zu treffen. Es hat viel Spaß gemacht.

Frank Elstner ist ebenfalls dabei. Wurden Sie bei dieser Showlegende nervös?

Pflaume: Frank ist für mich einer der ganz Großen. Wir hatten schon immer ein wirklich sehr, sehr gutes Verhältnis. Daher bin ich über den Punkt hinaus, nervös zu sein, wenn er vor mir steht. Die Frage müssten Sie mir eher bei anderen Gästen stellen, etwa bei Uli Hoeneß.

Herr Elstner hat Ihnen auch zu dem Schritt geraten, ins Erste zu wechseln.

Pflaume: Frank kann ich zu allen möglichen Dingen befragen. Ich erinnere mich an ein Gespräch vor drei, vier Jahren, bei dem wir über mögliche Perspektiven geredet haben. Er sagte schon damals zu mir: Mensch, Kai, so vom Typ her gehörst du doch eigentlich ins Erste.

Was muss denn ein ARD-Moderator mitbringen?

Pflaume: Mir ist wichtig, wenn ich eine Sendung im Ersten moderiere, die ganze Familie vor dem Fernseher zu versammeln. Dafür darf man den Jungen nicht zu langweilig, die eigene Generation deiner nicht überdrüssig und für die Älteren nicht zu verrückt, abgedreht sein. Zudem möchte ich bei der großen Familienunterhaltung ein gewisses Niveau nicht missen, denn die Öffentlich-Rechtlichen haben da ganz klar einen Auftrag.

Fühlen Sie sich im Öffentlich-Rechtlichen wohler?

Pflaume: Das kann man so nicht sagen. Ich bin seit 18 Jahren beim Fernsehen, davon 17 Jahre bei den Privaten. Bisher hatte ich immer Glück, Sendungen zu moderieren, die mir Spaß gemacht haben und zu denen ich heute noch stehen kann. Mir gefällt Unterhaltung nicht, wenn Menschen vorgeführt werden. Der NDR bietet mir da auf jeden Fall beste Voraussetzungen.

Auch Günther Jauch wechselt zur ARD, Jörg Pilawa ging zum ZDF – fehlt den Öffentlich-Rechtlichen eigener Nachwuchs?

Pflaume: Da müssen Sie nicht mich, sondern die Programmverantwortlichen fragen. Ich denke, es gibt einige markante Gesichter. Aber der Sprung aus einem Vormittags- oder Nachmittagsprogramm oder aus dem Dritten direkt auf die große Showbühne ins Erste ist riesig. Der gelingt nicht jede Woche.

Sie werden eine zweite Show in der ARD bekommen. Sie hatten verraten, dass es kein Casting, kein Test, kein Quiz wird. Da bleibt nicht mehr viel übrig – kochen oder kuppeln.

Pflaume: Es wird eine große Familienunterhaltungsshow, mehr sage ich noch nicht. Sie kommt noch im Frühsommer 2011. Zwei große Shows im Ersten, bleibt da noch genug Zeit für ihr Aushängeschild „Nur die Liebe zählt“ auf Sat.1? Pflaume: Erst mal starten am 4. März sieben neue Folgen. Und dann – mal sehen! Nur die Liebe zählt ist ein sehr zeitaufwendiges Format, und ich werde von Staffel zu Staffel entscheiden müssen, ob dieser Spagat für mich machbar ist.

Interview: Eva Hutter

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Star Quiz mit Kai Pflaume, ARD, 20:15 Uhr

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