Frauchen Marie (31) bittet um Ihre Mithilfe

Phantomhund Benschi irrt durch die Stadt

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Frauchen Marie Wölfle (31) ist verzweifelt.

München - Seit Anfang Juli vermisst Marie Wölfle (31) ihren Pinscher-Mischling Benschi. Das Tier war ihr bei einer Attacke einer Dogge ausgebüxt. Doch die Suche läuft weiter auf Hochtouren.

Ohne Vorwarnung attackiert ein fremder Kläffer den eigenen Vierbeiner. Genau das ist Marie Wölfle (31) passiert. Eine argentinische Dogge stürzt sich plötzlich auf ihren zwei Jahre alten Pinscher-Mischling Benschi. In Todesangst löst sich der Kleine von der Leine und rennt um sein Leben. Seitdem irrt er durch München.

Benschi.

So passiert am 4. Juli in einem Biergarten an der Theresienwiese. Wölfles Mutter Elfriede versucht den Angriff der Dogge abzuwehren. Das Tier beißt der 68-Jährigen in die linke Hand. Durchbiss. Die Rentnerin blutet. In der Hektik schlüpft Benschi unbemerkt aus dem Geschirr und ergreift die Flucht. Elfriede Wölfle und Sohn Richard rennen ihm nach, doch erfolglos. Die Dogge und ihr Besitzer machen sich aus dem Staub. „Wir haben Anzeige erstattet“, sagt Wölfle. Viel wichtiger ist der Familie: Wir wollen Benschi zurück!

15 Mal wird er seit diesem Tag in München gesehen. Oft im Englischen Garten, auch am Ostbahnhof. Jeden Hinweis auf den Rüden steckt seine Besitzerin mit einer Nadel auf einer Stadtkarte ab.

Seit Juli wird Benschi vermisst – er irrt durch München

Neben der Angst um ihren Benschi quälen die Fußpflegerin und Masseurin Existenzsorgen. Fast täglich pendelt sie von Bad Wörishofen nach München. Ihren Job hat sie derzeit auf Eis gelegt, Hunderte Euro lässt sie sich die Suche nach Benschi kosten. Mindestens 20 000 Flyer hat sie in der Stadt an Straßenmasten und Laternen geklebt. Freiwillige helfen ihr. Im Internet haben sie sich der Facebook-Gruppe Benschi vermisst! München angeschlossen.

Aufgeben? Niemals! Marie sagt: „Ich bin überzeugt, dass Benschi lebt.“ Doch der Winter kommt …

Benschi hat eine weiße Pfote und einen weißen Fleck an der Brust. Markant ist sein Stummelschwanz. Bitte nicht versuchen, den Hund zu fangen – er nimmt sofort Reißaus. Besser ist: nachgehen und anrufen unter Tel. 0179/22 04 491 oder 089/12 13 36 85.

Verschwundene Carlie lebt - Suche läuft weiter

A. Capasso

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