Die tz hakt nach

Picos Herrchen: "Geht um einen tieferen Hintergrund"

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Christian Scheider mit Pico.

München - Vor zwei Wochen wurde Christian Scheider zu einer Geldbuße von 100 Euro verurteilt, weil Ihr Hund am Volkstrauertag die Gedenkveranstaltung im Hofgarten durch Gebell gestört hat. Die tz hakte nach.

Vor zwei Wochen wurden Sie zu einer Geldbuße von 100 Euro verurteilt, weil Ihr Hund am Volkstrauertag die Gedenkveranstaltung im Hofgarten durch Gebell gestört hat. Und wia schaut’s aus, war’s das oder legen Sie Berufung ein?

Christian Scheider: Berufung nicht, aber mein Anwalt und ich versuchen, Rechtsbeschwerde beim Oberlandesgericht einzureichen. Da wird aber nur geprüft, ob das Verfahren ordentlich gelaufen ist und ob das der richtige Paragraf war, auf den sich das Gericht berufen hat. Es geht in erster Linie nicht um den Hund, sondern um einen tieferen Hintergrund.

Und zwar?

Scheider: Die Nationalsozialisten hatten den Volkstrauertag als Heldengedenken zum Feiertag erhoben. Seinen Charakter hat dieser Tag trotz der zeitlichen Verlegung und der Rückkehr zum Namen Volkstrauertag nicht verloren. Lange Zeit haben sich auch militärische Vereine und rechte Burschenschaften an dieser Totenehrung beteiligt.

Gehen Sie heuer wieder zu der Gedenkveranstaltung, um zu protestieren?

Scheider: Ja. Aber Pico lasse ich dann zu Hause. Sonst sieht es so aus, als würde ich ihn instrumentalisieren und ihn als politisches Mittel missbrauchen. Und am Ende habe ich noch die Tierschützer am Hals.

Florian Kinast

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