Tumult am Sendlinger Tor

Pimpernel: Tänzerin prügelt sich mit Polizei

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Friseurin und Stylistin Ilson S. tanzte im Pimpernel, als sie den Polizeieinsatz auslöst

München - Was die Tänzerin Ilson S. (35) im Szene-Lokal Pimpernel mit ihrem Widerstand gegen Polizisten auslöste, hätte in der Müllerstraße beinahe zu einem Aufruhr geführt.

Ein zerbissenes Handy, ein riesiger Polizeieinsatz, ein Tumult nahe des Sendlinger Tors. Was die Tänzerin Ilson S. (35) am frühen Morgen des 20. Juli 2011 im Szene-Lokal Pimpernel mit ihrem Widerstand gegen Polizisten auslöste, hätte in der Müllerstraße beinahe zu einem Aufruhr geführt. „Die Frau wurde geschlagen und getreten“, empört sich Norbert K. (61). Am Donnerstag saß er neben ihr auf der Anklagebank.

Nüchtern war die langbeinige Ilson, die sich 2001 zur Frau hatte umoperieren lassen, nicht mehr. Als ein Gast sie mit dem Handy filmte, verbat sie sich das. Er reagierte nicht, da biss sie in das Gerät, zerstörte es. Bei ihr bissen alarmierte Polizeibeamte auf Granit, als es um die Feststellung ihrer Personalien ging. Gegen die folgende Festnahme wehrte sich die Tänzerin mit Händen und Füßen.

Vor dem Lokal führte das zu einem Auflauf, viele empörten sich über die Methoden der Beamten. „Unverhältnismäßig“, urteilt Jurist Johannes G., der zufällig vorbeikam. Studentin Juno M. (23): „Wie erlegtes Wild wurde sie in den Dienstwagen gelegt.“. Mit nacktem Hintern sei die dagelegen – „Erniedrigend“! Juno M. wollte die Frau bedecken, öffnete die Autotür. Folge: Sie wurde wegen versuchter Gefangenenbefreiung angeklagt!

Das Verfahren gegen die Studentin stellte die Richterin ein. Ilson S. wurde wegen Widerstands und Körperverletzung verurteilt: 90 Tagessätze zu 30 Euro! Norbert K., dessen Hund einem Beamten die Hose zerrissen hatte, wurde zu 80 mal 15 Euro verdonnert.

Ebu

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