Vor dem Münchner Landgericht

Mit Pistole im Justizpalast

München - Er wollte im Januar im Eingangsbereich des Münchner Justizpalast mit einer Pistole schießen. Doch er hatte sie vergessen zu laden. Nun stand der 58-Jährige vor Gericht.

Weil er im Münchner Justizpalast mit einer Pistole schießen wollte, ist ein Mann zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Von der zusätzlich beantragten Unterbringung sah das Münchner Landgericht nach Angaben vom Donnerstag ab, weil die Gefahr weiterer schwerer Straftaten des an einer Psychose leidenden 58-Jährigen von einem Gutachter verneint worden sei. Der Mann hatte sich nach eigenen Angaben über Urteile von Zivilrichtern geärgert.

Am 7. Januar hatte er im Eingangsbereich des Justizpalastes eine Pistole auf die Verglasung des Durchgangs gerichtet und zweimal abgedrückt. Schüsse lösten sich nicht, weil der Mann die Waffe nicht durchgeladen hatte. Zum Prozessauftakt hatte der Angeklagte gestanden, einen „Schmarren“ gemacht zu haben. Er habe nach zwei für ihn ruinösen Entscheidungen in Zivilprozessen das Gefühl gehabt, es müsse „einfach etwas passieren“.

Der Schuldspruch lautete auf unerlaubtes Führen einer Schusswaffe und versuchte Sachbeschädigung. Strafaussetzung wurde dem Angeklagten wegen einer „ungünstigen Sozialprognose“ versagt. Zu seinen Gunsten berücksichtigte das Gericht sein Geständnis.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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