Unternehmersberater Ammer

So stellt er sich sein riesiges Biererlebnis-Museum vor

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Alexander Ammer (47) wünscht sich ein Biererlebnismuseum

München - Alexander Ammer träumt von einem Museum in der Größenordnung der BMW-Welt. Hier soll es alles rund ums Bier geben. Was seine Pläne sind - und wie er sie verwirklichen will.

Herzog Albrecht IV. erklärt, wie er am 30. November 1487 die Zutaten zum Brauen von Bier festlegte. Nur ein Raum weiter wird das Oktoberfest mit seinem Masskrugscheppern, der Blasmusik und den Kellnern mit ihren Trillerpfeifen hörbar. Und im nächsten Zimmer lässt ein Biersommelier die Besucher die Unterschiede zwischen den Bieren erschmecken. So stellt sich Unternehmersberater Alexander Ammer (47) sein Biererlebnis-Museum für Münchner und Touristen vor. Geben soll es das in 20 Jahren.

Vor zwei Jahren, zum Geburtstag des Bayerischen Reinheitsgebots, hat Alexander Ammer zusammen mit dem Betriebswirtschaftler Dr. Veit Klipphahn den Verein Münchens Bier Erlebnis und Museum e.V. gegründet. „München soll weg vom Sauf-Image hin zur Bierkultur. Die Geschichte Münchens kann am Bier erzählt und erklärt werden“, sagt Ammer.

Zwei Jahre sind er und seine Mitstreiter nicht an die Öffentlichkeit gegangen, sondern haben die Seite www.biererlebnis.org erstellt, mit Stadträten gesprochen, dem Referat für Arbeit und Wirtschaft und Interessenvertretern rund ums Bier wie Oliver Klupp vom Bier- und Oktoberfestmuseum im Tal. „Wir sind keine Konkurrenten, denn die Möglichkeiten vom Bier- und Oktoberfestmuseum sind durch das historische Gebäude beschränkt“, sagt Ammer.

Mega-Bier-Museum: Vorbild ist das irische Guinness Storehouse

Ammer träumt von einem Museum in der Größenordnung der BMW-Welt. Vorbild ist das irische Guinness Storehouse, das jedes Jahr mehr als eine Million Menschen besuchen. „München hat eine sehr viel längere Biergeschichte und Tradition und macht nichts daraus. Wir wollen, dass München eine Diskussion darüber führt, Bierkulturstadt zu werden“, sagt Ammer.

Das Mega-Museum soll nicht um 17 Uhr schließen. Eine Wirtschaft soll es geben, Bierverkostungen und Kochkurse – vielleicht wird im Museum auch gebraut. „Wir sind ein Verein, weil wir absolut unabhängig arbeiten wollen. Wir möchten die Vielfalt des Bieres aufzeigen und uns nicht von einer Brauerei abhängig machen“, sagt Ammer.

Noch geht es beim Verein darum, Unterstützer zu gewinnen. Alexander Ammer und seine Mitstreiter bleiben realistisch, auch wenn ihre Idee auf den ersten Blick größenwahnsinnig scheint. „Wir brauchen einen langen Atem. Bis das Deutsche Hopfenmuseum in Wolnzach stand, hat es 20 Jahre gedauert – und jeder war dafür“, sagt Ammer. Zur Größe des Vereins will Ammer nichts sagen, doch wichtige Bierfürsprecher sollen sie schon auf ihrer Seite haben. Auch, weil sie das Erlebniszentrum nicht nur für Touristen bauen wollen, sondern als Treffpunkt für die Münchner und das professionelle Bierwesen.

Jasmin Menrad

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