Eine Panne nach der anderen

Pleiten, Pech, Feuer: Was ist mit der U-Bahn los?

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Am Mittwochabend sorgte ein Brand an der Münchner Freiheit für Chaos.

München - In früheren Jahren war die Münchner U-Bahn eine Bank für Pendler: Pünktlichkeit war ihre große Zier. Doch seit einigen Monaten spielt die U-Bahn ein bisschen S-Bahn und eilt von Panne zu Panne.

Mittwoch früh etwa war eine U2 am Kolumbusplatz plötzlich schachmatt, Chaos auf der ganze Linie war die Folge, auch auf der U1 und der U7. Und am Abend legte ein Feuer an der Münchner Freiheit die U3 und die U6 für zwei Stunden lahm, auch die Leopoldstraße war völlig dicht.

Und seit dem Fahrplanwechsel im Dezember gibt es ein neues Phänomen an der U-Bahnstation Sendlinger Tor: Am Bahnsteig von U1, der U2 und U7 sind U-Bahnwachen im Einsatz, um Nachzüglern den Weg in die Züge zu versperren.

Laut MVG dienen diese Manöver zwischen 6 und 12 Uhr, „um die Abfertigung der Züge zu unterstützen“, wie Sprecher Matthias Korte erklärt. Der Hintergrund sei der enorm enge Zeitabstand zwischen den Zügen seit dem Fahrpanwechsel. Korte: „Die Abfertiger tragen dafür Sorge, dass die Züge nicht länger als geplant am Bahnsteig stehen.“ Für eine maximale Leistungsfähigkeit der U-Bahn sei es erforderlich, die vorgegebenen Fahr- und Haltezeiten möglichst exakt einzuhalten. Korte ergänzt: „Weiterer Zweck ist, auf die gleichmäßige Verteilung der Fahrgäste am Bahnsteig hinzuwirken, um eine bessere Ausnutzung der Kapazitäten an den Türen und dann im Zug zu erreichen.“ . Korte: „Unser Personal soll ein Gedränge am Zug ja gerade verhindern, damit keine Verspätungen entstehen.“

Johannes Welte

Brand im U-Bahn-Tunnel sorgt für Chaos: Bilder

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