Strafe für liegengelassene Haufen

Stadtrat fordert DNA-Analyse von Hundekot in München

München - Ein Stadtrats-Politiker will in München ein Pilotprojekt durchsetzen: Durch DNA-Analysen sollen die Herrchen enttarnt und bestraft werden, die die Häufchen ihrer Hunde einfach liegen lassen.

Richard Progl von der Bayernpartei geht es eigentlich darum, die Hundebesitzer zu belohnen, die den Kot ihrer Vierbeiner brav in eine Tüte packen und ordnungsgemäß entsorgen. So zumindest rechtfertigt er seinen Antrag im Stadtrat, künftig alle in München lebenden Hunde per DNA-Analyse zu erfassen. Das Kreisverwaltungsreferat soll dann mit Hilfe seines Kontrolldienstes Hundehaufen aufspüren und untersuchen, die zum Beispiel im Englischen Garten, auf einem Grünstreifen entlang der Isar oder anderswo in der Stadt liegen geblieben sind. Mittels der DNA-Datenbank aller Münchner Hunde würde sich so der Besitzer des liegen gelassenen Hundehaufens ausfindig machen lassen. Gegen diesen soll dann ein ordentliches Bußgeld verhängt werden. Damit sollen sowohl die Kosten für die Kontrollen und die DNA-Untersuchung gedeckt werden.

Darüber hinaus sieht das Konzept von Progl vor, durch ein besonders hohes Bußgeld die Hundesteuer generell senken zu können. Damit würden dann eben all jene belohnt, die die Hinterlassenschaften ihres Vierbeiners entsorgen.

Progl: Hundehaufen sind Gefahr für die Gesundheit

Die Argumentation von Progl: Hundekot sei nicht nur ein unschöner Anblick, sondern stelle auch eine Gefahr für die Gesundheit von Menschen - vor allem kleiner Kinder - dar. Außerdem würden Anwohner und all jene, die die Münchner Naherholungsgebiete nutzen unter der Verschmutzung der Grünflächen und dem Geruch leiden. Durch die Hundesteuer würden vor allem vorbildliche Herrchen und Frauchen zur Kasse gebeten - das sei in München nämlich die Mehrheit.

Als Vorbilder führt der Bayernpartei-Politiker die Städte London und Neapel an, in denen bereits Pilotprojekte laufen. In den USA würde die DNA-Analyse von Hundehaufen bereits seit längerer Zeit mit großem Erfolg praktiziert. Angeblich sind die Verschmutzungen so um 90 Prozent zurückgegangen.

Ob das Konzept bei den anderen Münchner Stadträten Anklang fand, ist nicht bekannt.

Diskutieren Sie mit: Würden Sie sich eine DNA-Analyse von Hundekot und entsprechende Strafen für nachlässige Herrchen in München wünschen? Oder denken Sie, dass dadurch die Bürokratie in der Stadt nur noch weiter aufgeblasen wird? Hinterlassen Sie uns Ihre Meinung in einem Kommentar.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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